Heidi, das schielende Opossum oder auch Knut 2.0
Die älteren unter euch werden sich noch an das Jahr 2007 erinnern und an einen bestimmten Knut, das Eisbärenbaby aus dem Berliner Zoo, doch da die generelle Aufmerksamkeitsspanne in den Medien die obligatorischen 15 Minuten selten überschreitet, ist dieser Hype mittlerweile längst abgeklungen, wen interessiert auch ein ausgewachsener Eisbär? Aber bis heute verstehe ich nicht, was Knut von anderen bis dato geborenen Eisbärenbabys hervorhob, sicher war er süß und knuffig, aber das waren andere Tierbabys auch, aber dem Berliner Zoo wird es herzlich egal gewesen sein. Der Nürnberger Zoo versuchte mit Flocke an diese Erfolgsgeschichte anzuknüpfen, doch schien es nur wie ein billiger Abklatsch, zu groß waren die Ähnlichkeiten, doch nun gibt es einen neuen Star am Zoohimmel und er hört auf den Namen Heidi.
Heidi ist so ziemlich das Gegenteil von Knut, zum einen ist sie übergewichtig, was dem natürlichen Bedürfnis der Beutelratte zu klettern etwas im Wege steht, sodass sie jetzt erst mal eine Diät machen muss, zum anderen wuchs sie wohl als Findelkind in North Carolina (USA) auf und kam erst über den Umwege Dänemark nach Leipzig. Aber das hervorstechendste Merkmal sind wohl ihre schielenden Augen, die ihr anscheinend zu weltweitem Ruhm verhelfen. Bestaunen kann man Heidi ab 01. Juli 2011 im neuen "Gondwanaland" im Leipziger Zoo, wer nicht so lange warten kann, kann der Facebookgruppe beitreten, die mittlerweile 65 000 Mitglieder hat, oder sich schon bald ein Heidi Plüschtier kaufen und auch ein Lied ist wohl in Arbeit. Bis jetzt scheint es noch keinen Wikipedia-Eintrag zu geben, aber das wird sich sicher bald ändern, man kann also gespannt sein.
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