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3Mrz/122

HowTo Multiboot USB-Stick – fast jede ISO booten

Egal ob Net-, Mac- oder Ultrabook, immer öfter wird auf ein optisches Laufwerk verzichtet. Sicher, ein externen DVD Laufwerk kostet nicht die Welt, hat aber trotzdem nicht jeder zu Hause, doch nahezu jeder Haushalt verfügt über mindestens einen USB-Stick. So bleibt nur noch die Frage, wie installiere ich Windows 7 oder wie rette ich meine Daten mit Hilfe des USB-Sticks. Sicher, es gibt zahlreiche Howtos und Tools zum Thema bootbare USB-Stick erstellen, doch finde ich die Fülle von Informationen eher erdrückend als informativ und ich will versuchen einen kurzen Überblick zu geben. Mein Anliegen war es, einen USB-Stick dazu zu bringen, so gut wie jede bootbare ISO zu booten, um mal schnell eine Live-Linuxdistribution zu starten um Daten zu retten, Windows 7 zu installieren und zu reparieren oder per Acronis ein Image zu erstellen bzw. zurückzuspielen.

Gab es früher fast nur Tools die lediglich ein Image auf den Stick brachten, gibt es mittlerweile verschiedenste Tools wie z.B. Sardu, Yumi oder Xboot, die auch mehre ISOs parallel auf den USB-Stick bringen können. Jedes dieser kleinen Programme, die nicht mal installiert werden müssen, hat seine eigenen Vorzüge, manche laden die Live-Distributionen direkt herunter, andere bringen Qemu  mit, um den erstellten USB-Stick direkt im Windows zu testen, ohne den Rechner neu starten zu müssen. Lediglich um die Windows Installationen zum Laufen zu kriegen muss man bei allen Programmen etwas tricksen.

Voraussetzungen

Wir brauchen einen computerähnliches Gerät (ein USB-Port sollte vorhanden sein), einen USB-Stick (alles ab 4-GB sollte reichen, allerdings gilt, je größer desto besser), ein bisschen Zeit (hängt u.a. von der Internetverbindung ab) und ein bisschen Bereitschaft sich mit der Sache auseinanderzusetzen.

Zu allererst sei gesagt, das alle Tools den Stick formatieren werden, also sollte man sich die Daten von seinem USB-Stick, sofern man diese behalten will, vorher sichern. Fast alle Tool partitionieren den Stick als Fat32 um darauf ein Syslinux installieren zu können, was bei der heutigen Größe der Sticks aber hinderlich ist, da bei Fat32 eine Datei nicht größer als 4 GB sein darf. Dies stört vor allem, wenn man den Stick noch als normalen Datenstick gebrauchen will und man mal einen Film von A nach B tragen will, mitunter kriegt man auch nicht jede ISO auf den Stick. NTFS hat diese Beschränkung nicht, wird aber nicht von allen Tools unterstützt.

Programme:

Yumi kann leider nur FAT32 und hat dementsprechend mit den Dateisystembegrenzungen zu kämpfen, dafür biete es die Möglichkeit die Images direkt aus dem Internet zu laden, dies muss man aber nicht, wenn man diese schon lokal hat. Allerdings muss man umständlich die einzelnen Images nach und nach hinzufügen, vor allem bei mehreren Images dauert dies lang. Yumi war eins der ersten Multiboot Tools, hat den Anschluss an die anderen, die vor allem in Funktionalität und Usability Yumi viel voraus haben, aber verpasst.

 

 

Sardu ist ein sehr komfortables Programm, es bietet eine ansprechende Benutzeroberfläche, in dem man viele Einstellmöglichkeiten hat. U.a. kann man die Images direkt aus dem Internet laden, dieser Schritt entfällt, wenn  man diese schon lokal hat, kann man einfach den Ordner angeben und Sardu erkennt die ISOs automatisch. Man kann auch leicht eigene ISOs hinzufügen, wenn diese nicht von vornherein von Sardu unterstützt werden sollten. Sardu kann leider auch nur mit Fat32 umgehen und erkennt den USB-Stick sonst nicht, ist aber ansonsten für die meisten ein gutes Programm mit großer Programmvielfalt.

 

 

Xboot ist aber mein Geheimtip, weil es NTFS unterstützt, es auf unnötigen Schnickschnack verzichtet, man einfach die ISOs per Drag&Drop reinzieht und es unkompliziert funktioniert. Außerdem bringt Xboot einen integrierten QEMU mit, um den erstellten Stick gleich im Windows zu testen. Das nachträgliche Hinzufügen von Images ist kein Problem, einfach das betreffende Image per Xboot auswählen, das Programm integriert dieses dann selbstständig in den bestehenden Multibootstick, ohne diesen neu zu formatieren. Und auch wenn man sich seinen Bootloader zerschossen haben sollte, kann das Tool helfen. Das Tool befindet sich zwar schon seit Jahren im Betastatus, verrichtet seine Arbeit aber ganz hervorragend, für alle, die die ISOs schon lokal haben und von vornherein wissen was sie wollen, die beste Wahl.

Ein wichtiges Tool zum Testen des erstellten USB-Stick ist MobaLiveCd, dieses kleine Programm testet per QEMU Virtualisierung den erstellten USB-Stick, sowie auf Wunsch einzelne ISOs, direkt aus dem Windows ohne Rechnerneustart, dies ist sehr nützlich für Xbootnutzer aber nicht notwendig, da Xboot diese Funktion schon integriert hat.