Two Wooden Stones: “A Genesis” – Record Release Livekonzert
Es passiert nicht oft, dass man das Gefühl hat zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, meist ist eher das Gegenteil der Fall, doch letzten Samstagabend war einer dieser Momente, an denen man froh war genau jetzt, hier an diesem Ort zu sein, es war einer dieser Abende, den man wohl nicht so schnell vergisst und ich denke ich spreche für die meisten Anwesenden, wenn ich mich für den grandiosen Auftritt bei der Band Two Wooden Stones bedanke.
So schrieb ich am 08. Juni 2009 über den ersten Auftritt den ich von Two Wooden Stones sah und auch diesmal will ich wieder so beginnen. Es hat sich viel getan in diesem Jahr für Two Wooden Stone, denn es wurde das erste Album "A Genesis", das man bei den Auftritten und demnächst auch Online erwerben kann, zelebriert. Und auch der Auftritt der am 04.09.2010 im Horns Erben in Leipzig stattfand, war wiedermal ein großartiger. Die Folk und Accoustic Band die mittlerweile mit zahlreiche Auftritte in Leipzig, z.B. auf dem "LE City Crash Festival" oder in Berlin im "Schokoladen" begeisterte und sich eine solide Fanbasis erspielte, steckt voller Energie, die einen bei den ergreifenden Liveauftritten mitreißt und auch auf dem Album, das zwar insgesamt etwas ruhiger ist, sehr gut rüberkommt. Der musikalischen Schublade entzieht sich die Band gekonnt, ist ihre Stilrichtung doch etwas schwierig zu beschreiben, so prägen sie ihren sehr eigenen Stil, Analogsoul versuchte das in Worte zu fassen:
irgendwo zwischen soul und akustikrock, irgendwo zwischen singersongwriter und blues. immer unglaublich erdig und warm. tolle stimme, tolle arrangements. (Analogsoul)
Die internationale Band die aus dem gebürtigen Franzosen Shélhôm (Gesang, Gitarre), dem Deutschen Jochen Eberle (Schlagzeug), dem Italiener Matteo Roggero (Kontrabass) und mittlerweile dem Deutschen Torsten Schroth (Melodica) besteht, was bei der LVZ für einige Verwirrung sorgte, und in Leipzig gegründet wurde, lebt so von den zahlreichen Einflüssen der verschiedenen Kulturen. So finden sich z.B. klassischen Texte englischer Literatur des 18. und 19. Jh. in ihren Texten sowie sehr Jazz- , Rock- und Poplastige Lieder nebeneinander wieder, doch statt zerstückelt zu wirken ergibt alles ein großes Ganzes mit einem sehr stimmigen Sound, der von der außergewöhnlichen Stimme des Frontmannes Shélhôms getragen und von virtuosem Instrumentalspiel untermalt wird. Die hölzernen Steine haben mit den Framebrothers einen aufstrebenden Medienpartner an ihrer Seite, die z.B. durch ihr Video Membrain Aufmerksamkeit erregten und u.a. einige Videoclips für die Band produzierte und auch den Auftritt per Ustream live in alle Welt übertrugen, sodass man sich den Auftritt auch jetzt noch ansehen kann und ich kann allen nur empfehlen dies zu tun, die Qualität ist nicht wirklich atemberaubend aber es kommt doch zumindest ein Teil der guten Stimmung rüber. Kann ich nur empfehlen.
Port O’Brien – Nirvana live on Stage in Leipzig
Es war wieder einer dieser Abende die man nicht vergessen wird. Alles was es dafür brauchte waren ein paar begeisterungsfähige Menschen, eine gemütliche Location und Port O'Brien. Die amerikanische Band die sich momentan auf Europatournee befindet lieferte am 15.04.2010 eine wirklich sensationelle Liveshow in der Leipziger Skala ab. Die mir eigentlich eher als ruhige Acoustic Indie Band bekannte Band spielte ein unglaublich energiegeladenes Konzert das mich an Nirvana erinnerte und das nicht nur weil der äußerst charismatische Frontman Van Pierszalowski einige Ähnlichkeit mit Kurt Cobain aufweist. Geschuldet ist dies unter anderem dem Umstand das nur 2 der eigentlichen Bandmitglieder, Van Pierszalowski (Gesang und Gitarre) und Ryan Stively (Bass) die Tour nach Europa antraten, da die restlichen Bandmitglieder absagten und somit innerhalb zweier Tage vor der Tour neue Mitstreiter gefunden werden musste. Mit Drummer Tyson Vogel, der vor einiger Zeit schon mit ihnen spielte und dem norwegischer Gitarristen Nikolai entstand so eine Band die so noch nie zusammen gespielt hatte. Umso unglaublicher ist wie gut diese Zusammensetzung harmoniert, nun ist alles ein bisschen rockiger, schneller und ekstatischer, so gipfelte ein Song nicht ungern in harmonischer Krawallekstase oder dem Sprung ins Schlagzeug. Am Ende wurde sogar das Publikum auf die Bühne geholt wobei auch dieses Video entstand was einen kleinen Einblick in den gestrigen Gig gibt:
Two Wooden Stones
Einen neueren Artikel zum Thema Two Wooden Stones gibt es hier, sie haben ihr erstes Album veröffentlicht.
Es passiert nicht oft, dass man das Gefühl hat zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, meist ist eher das Gegenteil der Fall, doch letzten Samstagabend war einer dieser Momente, an denen man froh war genau jetzt hier an diesem Ort zu sein, es war einer dieser Abende den man wohl nicht so schnell vergisst und ich denke ich spreche für die meisten Anwesenden, wenn ich mich für den grandiosen Auftritt bei der Band Two Wooden Stones bedanke.
Im Raum der Kulturen Leipzig, spielte die Band wirklich wunderschöne Musik, die sich zwischen den melancholischen Tiefen vertonter Englischer Lyrik aus dem 18. und 19. Jahrhundert, mit Stücken von z.b. Edgar Allan Poe, und energiegeladenen Eigenkompositionen wie z.b. Jimmy, bei denen es das Publikum nicht mehr in den Sitzen hielt, bewegt. Die Band klingt ein wenig wie eine Mischung aus einem melancholischen Jack Johnson, Coldplay, Jeff Buckley und den Red Hot Chilli Peppers, allerdings ist dies nur ein schwacher Vergleich, da Two Wooden Stones einen sehr eigenen unverwechselbaren melancholischen Stil prägen.
Gonzales spielt 27 Stunden – neuer Weltrekord
Woher kommt der Drang, den anscheinend so viele Menschen verspühren, ins Guinness-Buch der Rekorde kommen zu wollen? Letztens hörte ich einen ca. 8 Jährigen sage, dass es sein Ziel sei, wenn er erstmal groß sei, ins Guinness-Buch der Rekorde zu kommen. Vielleicht ist es der Wunsch nach Unsterblichkeit, der Wunsch etwas zu schaffen das keiner vor einem und am liebsten keiner nach einem je wieder schaffen wird, vielleicht ist es aber auch die Gier nach Erfolg und Berühmtheit, was auch immer es ist, es lässt Menschen die wahnwitzigsten Dinge anstellen.
Es gibt Menschen die können, objektiv betrachtet, nichts außergewöhnliches, allerdings haben es auch Otto-Normal-Verbraucher ins Guinness-Buch geschafft, z.b. allein dadurch, das kein anderer so bescheuert war sich 50 Wäscheklammern ins Gesicht zu klemmen. Aber es gibt auch Menschen die wirklich etwas bewundernswertes geschafft haben, dazu zählt meiner Meinung nach auch die Leistung Gonzales der mit 27 Stunden 3 Minuten und 44 Sekunden das "Längste Konzert einer Einzelperson" aller Zeiten gab.
