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11Okt/125

Like Crazy – Liebesfilm in unkitschig

Es wird mal wieder Zeit über Filme zu schreiben die mir wirklich gefallen, Filme die nicht Teil irgendeines Projekts sind. Ich muss hier ja schließlich auch meinen Bildungsauftrag erfüllen, damit der geneigte Schlatterblogleser einen kulturellen Anreiz erfährt.

Heute möchte ich einen wohl eher unbekannten Film vorstellen, der zwar auf dem Sundance und zahlreichen anderen Festivals lief und Preise gewann, der aber bis jetzt definitiv von zu wenig Menschen gesehen wurde. Dies liegt auch daran, das er es vollkommen unverständlicher Weise nicht in die deutschen Kinos schaffte, sowas lässt mich wirklich an der deutschen Medienlandschaft zweifeln. Ich rede von "Like Crazy", einem herrlich unkitschigen Liebesfilm mit wunderbaren Bildern und schöner Musik.

Zum Inhalt: Jacob (Anton Yelchin) und Anna (Felicity Jones) lernen sich an einer amerikanischen Uni kennen und verleben einen wunderbar verliebten Sommer, in dem scheinbar nichts und niemand ihr Glück zerstören kann. Soweit nichts ungewöhnliches für einen Liebesfilm, doch natürlich kann ihr Glück nicht von Dauer sein. Weil sich Anna entschließt erst am Ende des Sommer nach England zurückzukehren, leider nach Ablauf ihres Studentenvisa, ergeben sich daraus zahlreiche Probleme, diese gipfeln in einem Einreiseverbot und der Abschiebung Annas. Wer einmal zwischen den Mühlen der Bürokratie geriet weiß was nun kommt, jahrelange ergebnislose Versuche der Wiedereinreise, die trotz der Echtheit der Liebe und ihrer Heirat erst spät, vielleicht erst zu spät, zum Erfolg führen. Während die Beiden nun tausende Kilometer voneinander getrennt sind lebt jeder sein eigenes Leben, dies zusammen mit der Entfernung und der Zeitverschiebung belastet dabei natürlich die Beziehung. In Jacobs Leben tritt dabei u.a. Sam (Jennifer Lawrence), die den meisten aus "Tribute von Panem" bekannt sein dürfte und auch in Anas Leben tritt ein Neuer. Die Erinnerung an ihren gemeinsamen Sommer begleitet Jacob und Anna zwar, aber mit der Zeit steigen auch die Zweifel ob die Liebe der beiden noch triumphieren kann.

Das hört sich jetzt alles sehr kitschig und dramatisch an, es ist ja schließlich auch ein Liebesfilm, doch ist der Film meist frei von Klischees und Kitsch. Das ist überhaupt das große Plus des Films, die Authentizität, nichts wirkt aufgesetzt. Die Verliebtheit der Akteure wirkt so echt so natürlich, dass man sich fast zwangsläufig selbst in einen der beiden verliebt. Ein bisschen schämt man sich fast ihnen bei ihren ersten Anbandelungsversuchen zuzusehen und man ist fast genauso frustriert und traurig wie die beiden, wenn sie durch tausende Kilometer getrennt ihr Leben leben und ihre Liebe aus den Augen verlieren. Die Bilder sind wirklich schön inszeniert und auch einige Lieder des Soundtracks, mit u.a. Dead Heart von Stars, sind gar wunderbar. Außerdem hervorzuheben ist die wirklich außerordentliche schauspielerische Leistung der bezaubernden Felicity Jones, die dafür u.a. mit dem Special Jury Prize auf dem Sundance Festival geehrt wurde. Sie wird wohl vielen Zuschauern im Gedächtnis bleiben, einigen vielleicht auch nur auf Grund ihres süß unschuldigen Aussehens, ebenso wie Scarlett Johansson damals in "Lost in Translation". Ich hoffe, dass man noch viele solcher schauspielerischen Leistungen von ihr sehen wird.

Mir bleibt nun nicht mehr viel zu sagen, außer das dieser Film wirklich auf jede Watchlist gehört.

Like Crazy

Like Crazy (2011)

Cast: Anton Yelchin, Felicity Jones, Jennifer Lawrence

Director: Drake Doremus

Writer: Ben York Jones, Drake Doremus

Runtime: n/a

Genre: romance, drama

Trailer Like Crazy

Meine Wertung: 9/10

weiterführende Links:

10Mrz/106

Das A-Team Reloaded – Kinofilm 2010 Trailer

Der Remakewahn geht weiter neben unzähligen mehr oder weniger gelungen Verfilmungen von Büchern, Comics und Computerspielen werden auch immer wieder alte Filme und Serien neu aufgelegt bzw. verfilmt.  Und wenn Hollywood eins nicht gelernt hat, dann, das man manches einfach nicht neuverfilmen darf, man denke nur an die schlechten Remakes der Klassiker Planet der Affen oder Psycho, das schlimme ist, das manche nicht mal das Orignal kennen und dann die Filme als schlecht abstempeln. Aber die lange Liste der Remakes (Teil 1, Teil 2) wird nicht kürzer werden. Jetzt muss auch das A-Team dran glauben, die 80-er Jahre Kultserie wird verfilmt. Der Starttermin für Deutschland ist der 5 August 2010. Der Cast sieht wie folgt aus:

Liam Neeson spielt den Zigarren rauchenden Pläneschmieder Col. John 'Hannibal' Smith
Bradley Cooper spielt den Frauenheld Lt. Templeton ‘Faceman’ Peck
Sharlto Copley spielt den verrückten Capt. 'Howling Mad' Murdock
Quinton 'Rampage' Jackson wird als als Mr.T-Ersatz Sgt. Bosco 'B.A.' Baracus ins Rennen geschickt.
Jessica Biel spielt Capt. Charisa Sosa wobei ich nicht weiß was das mit dem A-Team zu tun hat.

Nicht nur, das es schwer ist eine erfolgreiche Serie in einen guten Film zu verwandeln, noch schwerer wird es wenn es nicht die Orginal Crew ist. Leider scheint es keine Cameo-Auftritte zu geben. Zumindest nicht für Mr.T wie worstpreviews schreibt:

"Right now they are filming the A-team movie, and I'm mad," said Mr T. "They insulted me saying they wanted me to do a cameo. I said to the guy, 'You're a fool. If you don't want me to play no BA, don't get me to play no cameo. I won't be in it and neither will any of the other original guys."

Ich finde es schade, dass er nur mitgespielt hätte wenn er wieder Mr.T gewesen wäre, aber es wäre wohl problematisch gewesen wenn er hätte rennen müssen. Ich glaube nicht das das Orginal auch nur annähernd erreicht wird, aber vielleicht irre ich mich ja auch.

Hier gibts den Trailer des Remakes:

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15Dez/094

Lila, Lila – die schwere Kunst der Buchverfilmung

Das es nicht einfach ist, eine gute Buchvorlage in einen guten Film zu verwandeln, ist kein Geheimnis, eine lange Reihe schlechter Buchverfilmung ist dafür Zeugnis. Ein weiteres Beispiel dafür ist Lila Lila. Ich habe grade kein Exemplar des Buchs zur Hand und möchte den Film nicht im Detail zerpflücken, das werden sicher andere tun. Also werde ich mich jetzt nicht an solchen Kleinigkeiten hochziehen wie die, dass es im Buch um die Frankfurter und nicht um die Leipziger Buchmesse ging, was dem Ortsunkundingen aber nicht weiter auffallen wird. Sondern werde gleich zum, Achtung Wortspiel, Kern des Problems vorstoßen. Natürlich kann man versuchen sich Satz für Satz an ein Buch zu halten, was ab einer gewissen Seitenzahl aber zum echten Problem wird, deswegen geht es mir auch nicht um die 1:1 Umsetzung eines Buchs, sondern darum die Stimmung des Buchs einzufangen und auf Film zu bannen. Und genau hier liegt das Problem. Wie fängt man dieses unbestimmte Etwas ein? Wer legt die Stimmung eines Buchs fest?

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24Jul/0910

Big Brother is watching you @ Cinestar Leipzig

Auch im Leipziger Filmspieltheater Cinestar werden Zuschauer während Filmvorstellungen in Einzelfällen mit Nachtsichtgeräten beobachtet. Wie der Leiter des Kinos, Rainer Weber, am Freitag bestätigte, hat es entsprechende Kontrollen zum Beispiel bei einer Voraufführung des Films "Hangover" Anfang Juli gegeben. "Das kann aber nur bei Vorpremieren der Fall sein", erklärte Weber.

Das berichtete heute die LVZ, noch gestern hieß es:

Nach eigenen Angaben hat es eine Kontrolle der Besucher mit Nachtsichtgeräten im Leipziger Cinestar nicht gegeben, so Leiter Rainer Weber.

Achja, da hat der liebe Herr Weber wohl kurzzeitig etwas vergessen, das kann passieren, passiert mir auch öfters. Aber komisch ist es trotzdem und ein Grund weniger ins Kino, oder zumindest das Cinestar, zu gehen. War man früher noch (scheinbar) unbeobachtet und konnte im Dunklen knutschen oder mit Popcorn werfen so hat man heute immer weniger Privatsphäre und kann sich nicht mal in Ruhe einen Film angucken, gut man wird am Anfang daraufhin gewiesen, aber besser macht es die ganze Sache trotzdem nicht.

7Jul/090

Indiana Jones 5 – Kein Ende in Sicht

Wie es aussieht, soll es, auf Grund des großen Erfolgs der Vorgänger, wohl noch einen fünften Indiana Jones Teil geben, der allerdings erst 2011 oder 2012 in die Kinos kommen wird. Wahrscheinlich wird Steven Spielberg Regie führen und George Lucas als Produzent tätig sein. Mit dabei soll auch wieder der mittlerweile fast 70 jährige Harrison Ford sein, der, tut mir leid das sagen zu müssen, damit mittlerweile leider viel zu alt für einen solchen Film ist. Ich persönlich fand den vierten Teil schon total überflüssig und verhältnismäßig schlecht und kann nicht verstehen wie man eine so geniale Trilogie durch einen vierten und jetzt auch noch fünften Teil verhunzen kann. Man kann nur hoffen, dass die Macher aus dem Fehler des vierten Teils gelernt haben und uns wieder ein guter Abenteuerfilm im Stile der alten Indy Teile erwartet, das darf aber angezweifelt werden.

gefunden via Filmstarts.de
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