mein Filmarchiv (34)
Hier finden sich einige Kritiken zu Filmen die ich in letzter Zeit gesehen habe in Alphabetischer Reihenfolge, wenn meine letzte Filme Rubrik überfüllt ist, um so die Übersicht zu behalten:
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A
American Dreamz (2006)
Cast: Hugh Grant, Dennis Quaid, Mandy Moore
Director: Paul Weitz
Writer: Paul Weitz
Runtime: 107 minutes
Genre: comedy, music
Meine Wertung: 3/10
American Dreamz was eine Parodie auf American Idol, Amerika und das gesamte Fernsehen werden sollte wird zu einer Weichspüler Komödie ohne echten Witz. Es tut nicht besonders weh sie sich anzusehen und wer seichte Fernsehunterhaltung sucht wird sie hier finden, aber gesehen haben muss man sie definitiv nicht.
Der Story des Films verliert sich in den ganzen kleinen aberwitzigen Episoden der Kandidaten z.B. der der ruhmsüchtigen Sally (gut gespielt von Mandy Moore) die mit ihren im Irak verwundeten (Ex-)Freund nur aus Publicitygründen zusammen ist oder dem Araber Omer der den Presidenten töten soll, aber amerikanische Musicals liebt.
Die Story des Films besteht aus mehreren Teilgeschichten, die teils viel zu überzeichnet sind ohne eine echte Parodie zu sein, doch schafft der Film es nie diese Puzzleteile zu einem funktionierend ganzen zusammenzusetzen. Die Höhepunkte des Films sind definitiv wenn Hugh Grant, leider viel zu selten, die Bildfläche betritt, seine Dialoge mit Sally sind teilweise echt witzig. Auch die Episode mit dem Presidenten hat Höhen, allerdings werden Satirische Züge nicht wirklich zu Ende getrieben.
So bleibt der Film alles in allem eine Enttäuschung und weit hinter meinen Erwartungen zurück.
Australia (2008)
Cast: Nicole Kidman, Hugh Jackman, Ray Barrett
Director: Baz Luhrmann
Writer: Richard Flanagan, Ronald Harwood
Runtime: 165 minutes
Genre: western, war, drama
Meine Wertung: 4/10
Der Film Australia hat mich etwas ratlos zurück gelassen, hatte er doch einige Höhepunkte aber auch sehr viele Tiefpunkte. Der märchenhaft anmutende Beginn, bei dem z.B. ein Känguruh neben dem Auto herhüpft und Nicole Kidman sich darüber sehr freut, bis dieses wie aus heiterem Himmel erschossen wird, wird leider nicht fortgesetzt.
Auf der einen Seite gibt es teilweise spektakuläre Aufnahmen des schönen Australiens, einen Hugh Jackman in seiner besten Rolle. Auf der anderen Seite steht die doch sehr arg konstruierte Story mit einigen Hängern, ein ums andere mal dachte man der Film sei nun zu Ende, doch ging es immer noch weiter, der Film triefte an manchen Stellen nur so vor Schmalz, sodass es wie eine Parodie wirkte, die Wirren des Krieges mochten nicht so ganz in das Gesamtwerk passen und wirkten eher wie ein Fremdkörper.
Alles in allem scheint der Film ein kleines Identitätsproblem zu haben, auf der einen Seite ist er ein Western mit Viehtrieb und dem klassischen Bösewicht, auf der anderen Seite will er ein gesellschaftskritischer Film sein der die Probleme der Ureinwohner Australiens anspricht und auf der anderen Seite kommt noch ein bisschen Kriegsfilm hinzu und manchmal ist er gar eine Parodie.
Der Film hat gute Ansätze, aber irgendwie funktioniert das Gesamtwerk nicht wirklich.
Æon Flux (2005)
Cast: Charlize Theron, Marton Csokas, Jonny Lee Miller
Director: Karyn Kusama
Writer: Peter Chung, Matt Manfredi
Runtime: 93 minutes
Genre: thriller, sf, adventure
Meine Wertung: 6/10
Der etwas an Minority Report erinnernde SciFi Film mit Charlize Theron, hat ein paar gute Denkansätze, z.B. über die Grenzen und Verantwortung der Wissenschaft, die leider nicht wirklich ausgebaut werden. Allerdings ist alles in allem die Story doch etwas vorhersehbar. Die Specialeffects sind aber schön anzusehen und alles in allem ist es, nicht zuletzt wegen der schönen Charlize, ein stimmiger Film.
B
Brokeback Mountain (2005)
Cast: Heath Ledger, Jake Gyllenhaal, Michelle Williams
Director: Ang Lee
Writer: Diana Ossana, Larry McMurtry
Runtime: 134 minutes
Genre: romance, drama
Meine Wertung: 5/10
Da ich in meiner Kindheit, sehr gerne und auch sehr viele Western gesehen habe, bin ich doch etwas kritisch an Brokeback Mountain herangegangen. Natürlich ist es kein klassischer Western, allerdings geht es schließlich um zwei, sich liebende, Cowboys.
Die wunderschönen Bilder der Landschaft bildeten eine gute Kulisse um die Zerrissenheit der beiden Protagonisten, zwischen dem grauen unerfüllten Alltag und der leidenschaftlichen Liebe, darzustellen. Heath Ledger spielte einmal mehr seine Figur mit sehr viel Tiefe. Allerdings hat mich der Film einfach nicht gepackt und langsam habe ich das Gefühl, das Drehbuchautoren wenn ihnen nicht mehr einfällt wie sie aus einer verfahrenen Geschichte rauskommen sollen, einfach einen der Betroffenen sterben lassen um so den Konflikt zu lösen, allerdings fühle ich mich dabei immer irgendwie betrogen, wurde der Konflikt doch nicht wirklich gelöst.
Möglich, dass ich noch nicht bereit bin an dem Heiligenschein meiner Idole meiner Kindheit kratzen zu lassen aber alles in allem fand ich den Film nicht so überragend.
C
Le premier jour du reste de ta vie (2008)
Cast: Jacques Gamblin, Zabou Breitman, Déborah François
Director: Rémi Bezançon
Writer: Rémi Bezançon
Runtime: 114 minutes
Genre: drama
Meine Wertung: 8/10
C'est la vie - So sind wir, so ist das Leben (Orginal: Le premier jour du reste de ta vie) habe ich im Freilichtkino gesehen und war vom Film positiv überrascht. Erwartet hatte ich einen traurigen französischen Film, der vorallem französisch ist, womit ich meist meine Probleme habe. Aber es war ein sehr guter Film über das Leben und vorallem über die Familie.
Der Film spielt in mehreren Zeitebenen wobei jede einen wichtigen Wendepunkt in der Geschichte der Familie, bzw. im Lebenslauf eines der Protagonisten darstellt und die Charaktere in mehren Facetten darstellt, sodass die Geschichte immer mehr an Authentizität gewinnt.
Ein Tragikomischer Film der von Himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübte Klänge anschlägt und den Zuschauer so in seinen Bann nimmt.
Citizen Kane (1941)
Cast: Joseph Cotten, Dorothy Comingore, Agnes Moorehead
Director: Orson Welles
Writer: Orson Welles, Herman J. Mankiewicz
Runtime: 119 minutes
Genre: mystery, drama
Meine Wertung: 7/10
Citizen Kane ist ein sehr beeindruckender Film, der vorallem für die damalige Zeit sehr bewerkenswert ist. Ein bestechender Orson Welles, wohl in seiner besten Rolle, erschafft als wirklich sehr guter Regisseur mit diesem Film ein wahrhaft märchenhaftes Meisterwerk, was auch heute noch durch den großen Einfallsreichtum zu gefallen weiß.
Crank: High Voltage (2009)
Cast: Jason Statham, Amy Smart, Dwight Yoakam
Director: Brian Taylor, Mark Neveldine
Writer: Brian Taylor, Mark Neveldine
Runtime: 96 minutes
Genre: action
Meine Wertung: 1/10
Ich habe selten einen so sinnlosen, unrealistischen, brutalen, geschmacklosen, hirnverbrannten, niveaulosen, sexistischen, schlechten, barbarischen, inhumanen, martialischen, aberwitzigen, unnützen, sinnfreien, unsinnigen, bescheuerten, dummen, schwachsinnigen, bekloppten, idiotischen, dämlichen und einfach nur kranken Film gesehen wie Crank 2.
Mag der erste Film noch einigermaßen durch Witz und Originalität gefallen, ist dies ein bloßer sinnfreier Aufguss dessen, den man sich gerne angucken kann, wenn man auf sinnlose Action und menschenverachtende Handlung gepaart mit Gossensprache, bei der jedes zweite Wort "Fuck", in den verschiedensten Formen, zu sein scheint, steht. Geht es doch einzig und allein um einen Rachefeldzug bei dem das Leben des einzelnen Passanten rein gar nichts wert ist und die Menschen sterben wie Mücken auf der Frontscheibe eines vorbeifahrenden Autos. Der Protagonist der von Gewaltorgie zu Gewaltorgie rast, wird bloß kurz von unrealistischen "Ich lad jetzt mal mein elektrisches Herz mit einem Hochspannungskraftwerk auf"-Aktionen aufgehalten und metzelt unbeirrt davon fröhlich weiter. Umso erstaunlicher, das dieser Film mit 9 000 Votes bei 7,3 Punkten bei IMDb steht.
Abgesehen davon, das der erste Teil damit endete, das er gefühlte 20 Minuten aus einem Helikopter fiel und diesen Absturz überlebte und der zweite Teil damit, das er innerlich in Flammen steht und verbrennt, freue ich mich schon auf den dritten Teil.
D
(500) Days of Summer (2009)
Cast: Joseph Gordon-Levitt, Geoffrey Arend, Zooey Deschanel
Director: Marc Webb
Writer: Michael H. Weber, Scott Neustadter
Runtime: 95 minutes
Genre: romance, drama, comedy
Meine Wertung: 9/10
(500) Days of Summer ist ein wunderbarer Film über die Liebe, der kein Liebesfilm sein will, und zumindest kein typischer ist. Worum geht's? Um den Grußkartengestalter Tom der die große Liebe sucht und sie in Summer, die sich allerdings nicht binden will, findet. Worum geht's wirklich? Um die wunderbare Geschichte zweier Menschen die die Liebe auf ihre Art finden und erleben, dies wird mit Zeitsprüngen oder gezielten Gegeneinanderstellung von Erwartung und Realität gut dargestellt, vorallem der Widerspruch der ersten und der letzten Tage finde ich sehr gelungen. Wermutstropfen: Mir gefiel die Hauptdarstellerin nicht besonders und das etwas Happy End anmutende unrealistische Ende fand ich übertrieben. Doch alles in allem ein sehr guter Film der trotzallem eine positive Stimmung vermittelt.
E
Stadt wird erpresst, Eine (2006)
Cast: Uwe Kockisch, Misel Maticevic, Julia Blankenburg
Director: Dominik Graf
Writer: Rolf Basedow, Dominik Graf
Runtime: 90 minutes
Genre: thriller
Meine Wertung: 4/10
Eine Stadt wird erpresst ist ein durchschnittlicher Fernsehkrimi der in Leipzig spielt und von einem Dorf, was auf Grund der Braunkohleindustrie weggebaggert werden soll und so die dort lebenden Menschen ihrer Existenz beraubt und zu extremen Maßnahmen treibt um an Geld zukommen, handelt.
Die Story hat ein paar gute kritische Ansätze, z.B. über die Braunkohleindustrie und die Russenmafia, überzeugt aber nicht wirklich, auch da der Hauptermittler Uwe Kockisch eine sonderbare Rolle spielt und die Kameraführung teils sehr gewöhnungsbedürftig ist und so das Fernseherlebnis stört.
Wahrscheinlich eher ein Film für altere Generationen die die Wende bewusst miterlebt haben.
The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford (2007)
Cast: Brad Pitt, Mary-Louise Parker, Brooklynn Proulx
Director: Andrew Dominik
Writer: Ron Hansen, Andrew Dominik
Runtime: 160 minutes
Genre: drama, crime, biography
Trailer The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford
Meine Wertung: 3/10
Unter die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford hatte ich mir irgendwie ein bisschen was anderes vorgestellt. Ich hatte an einen Film gedacht der mich in meine Kindheit zurückversetzt, in der der ich einem nach dem anderen Western gesehen habe. Allerdings hat dieser Film ziemlich wenig, von dem was ich erwartet hatte, erfüllt.
Es ist lange her, das ich einen so langsamen Film, in dem so wenig passiert gesehen habe, vielleicht noch zu vergleichen mit "Vom Winde verweht" allerdings gab es da immer noch einen Bürgerkrieg. Es tut mir ja leid, wahrscheinlich war ich nicht in der richtigen Stimmung, allerdings muss man schon in einer sehr sehr ruhigen Stimmung sein um sich auf diesen Film richtig einzulassen, denn er tröpfelt förmlich nur so dahin. Es war weniger ein Western, als ein Sozialdrama das zufällig im Wilden Westen spielte und zufällig was mit der Ermordung des Jesse James. Ich habe immer darauf gewartet, das nun jetzt endlich mal etwas passiert, aber Fehlanzeige.
Ich glaube, dass die Geschichte Jesse James' wesentlich mehr hergeben hätte können. Abgesehen davon spielt Brad Pitt sehr gut, die Musik im Film war gut und es wurde schöne Bilder mit der Kamera eingefangen. Aber die Handlungsarmut der Story und vorallem das langsame Tempo machten zumindest mir doch sehr zu schaffen und den Film zu einem den ich nicht unbedingt nochmal sehen wollen würde.
F
Rear Window (1954)
Cast: James Stewart, Grace Kelly, Wendell Corey
Director: Alfred Hitchcock
Writer: John Michael Hayes, Cornell Woolrich
Runtime: 112 minutes
Genre: drama, crime, mystery
Meine Wertung: 7/10
Das Fenster zum Hof ist ohne Frage ein Klassiker der Filmgeschichte von Hitchcock.
Er handelt von einem durch einen Beinbruch zur Untätigkeit verbannten Pressefotografen (James Stewart) der mehr an dem Leben seiner Nachbarn teil nimmt als sich um seine Probleme zu kümmern. Statt sich um seine bildhübsche Freundin (Grace Kelly) zu kümmern und die Beziehungsprobleme anzugehen scheint er durch sein Fenster einen Mord zu beobachten. Natürlich kommt ihm das wie gerufen, hat er so doch etwas gefunden um seine Zeit totzuschlagen.
Doch der Film beschäftigt sich nicht nur mit Nächstenliebe, auch geht es darum, ob der Mensch diesem voyeuristischen Vergnügen, a la Big Brother, nachgehen sollte um einen vermeintlichen Mord aufzuklären oder ob sich doch lieber jeder um seinen Kram kümmern sollte.
Mein Problem war, dass ich die Simpsonsfolge "Bart of Darkness" vorher gesehen hatte, so dass ich etwas vorgeschädigt war, wird in dieser Folge doch genial eben dieser Film parodiert.
Alles in allem ein sehenswerter Film, der den Zuschauer lange im Unklaren über das Geschehen lässt.
The Forbidden Kingdom (2008)
Cast: Jet Li, Michael Angarano, Jackie Chan
Director: Rob Minkoff
Writer: John Fusco
Runtime: 104 minutes
Genre: romance, fantasy, adventure
Meine Wertung: 4/10
Bei The Forbidden Kingdom hatte ich mit mehr Action und weniger Fantasy gerechnet, von daher war ich etwas enttäuscht. Da holen Jet Li und Jackie Chan mit ihren durchaus sehenswerten Kampfszenen auch nicht mehr so viel raus. Alles in allem ein ganz netter Kinderfilm, aber ältere Semester kommen eher weniger auf ihre Kosten.
G
Gran Torino (2008)
Cast: Clint Eastwood, Christopher Carley, Bee Vang
Director: Clint Eastwood
Writer: Dave Johannson, Nick Schenk
Runtime: 116 minutes
Genre: drama
Meine Wertung: 8/10
Gran Torino ist ein äußerst gelungener Film von und mit Clint Eastwood. Er handelt vom Alleinsein im Alter, dem Hängengeblieben sein in alten Zeiten und davon wie schwer es ist sich auf neue Freundschaften, vorallem bei "latentem" Rassismus, einzulassen.
Es geht um den Koreakriegsveteran Kowalski der in seinem Viertel, nach dem Tod seiner Frau die amerikanische Flagge, auch mit Hilfe der omnipräsenten Gewalt, allein hochhält. Im Laufe des Films kommt er zu der Erkenntnis, das er aber eigentlich mehr mit seinen ausländischen Nachbarn als mit seiner eigenen Familie, die ihn in ein Heim abschieben will, gemein hat. Zwischen Kowalski und Thao, dem Hmong Jungen von Nebenan, entwickelt sich, nachdem Thao versucht hat Kowalskis Gran Torino (ein Auto) zu klauen, eine merkwürdige Vater-Sohn-Beziehung, die den vereinsamten Alten wieder auftauen lässt und ihn am Ende des Films sogar seinen Frieden finden lässt.
Clint Eastwood mimt den knorrigen Protagonisten, dessen vor "political correctness" nur so strotzenden Aussagen teils sehr zur Erheiterung beitragen, mit wenigen Worten sehr Eindrucksvoll, dabei greift er auf verschiedenste Charaktere seiner Schauspielerlaufbahn zurück und es scheint fast so wie eine Reminiszenz.
Gran Torino, ist womöglich Eastwoods letzte schauspielerische Tat, wenn dem so ist, dann verabschiedet er sich, mit diesem großartigen Film, auf jeden Fall würdig.
H
I
J
Quantum of Solace (2008)
Cast: Daniel Craig, Olga Kurylenko, Mathieu Amalric
Director: Marc Forster
Writer: Robert Wade, Neal Purvis
Runtime: 106 minutes
Genre: thriller, adventure, action
Meine Wertung: 6/10
Der 2.Bond mit Daniel Craig machte auf mich schon einen besseren Eindruck und hat für mich insgesamt ein bisschen besser Funktioniert als Casino Royale. Allerdings bin ich immer noch kein besonders großer Bondfan und was mich an diesem Film gestört hat, waren die wenigen 007 Gadgets. Mir hat sowas wie ein explodierender Kugelschreiber oder sowas in der Art gefehlt, das hat mir in den alten Bonds immer noch am besten gefallen. Achja und kann ja sein, dass ich ein falsches Bild von Bond hab, aber in meiner Erinnerung ist er ein "kleiner" Casanova, um so erstaunlicher, dass er Olga Kurylenko nicht...
K
Charlie Wilson's War (2007)
Cast: Tom Hanks, Amy Adams, Julia Roberts
Director: Mike Nichols
Writer: George Crile, Aaron Sorkin
Runtime: 97 minutes
Genre: drama, biography
Meine Wertung: 7/10
Ein Film über das Engagement Amerikas in den 80-er Jahren in Afghanistan ist zum jetzigen Zeitpunkt sehr mutig. Umso erstaunlicher ist es, das es kein Low-Budget Film, sondern ein Hollywoodfilm mit Starbesetzung geworden ist. Philip Seymour Hoffman, der für diese Rolle letztes Jahr auch für den Oscar nominiert war, spielt als exentrischer FBI/CIA-Agent, allerdings alle an die Wand. Das eigentlich schwere Thema wird durch teils genial witzige Dialoge leichter zugänglich und trägt den Zuschauer auf einem positiven Grundton durch den Film, was bei dem Thema irgendwie etwas verwunderlich ist. Die guten schauspielerischen Leistungen sowie eine stimmige Story machen ihn zu einem sehenswerten Film, wenn man noch dazu ein bisschen Ahnung von der Weltgeschichte hat umso besser.
Knowing (2009)
Cast: Nicolas Cage, Chandler Canterbury, Rose Byrne
Director: Alex Proyas
Writer: Alex Proyas, Stuart Hazeldine
Runtime: 122 minutes
Genre: thriller, mystery, drama
Meine Wertung: 3/10
Knowing ist ein äußerst enttäuschender Pseudo-Horror-Sci-Fi Film mit Nicolas Cage.
Es geht um ein Blatt Papier auf dem alle großen Katastrophen der letzten 50 Jahre aufgelistet sind, allerdings wurde das Blatt vor besagten Ereignissen beschrieben. Aber anstatt das im Style des Mercury Puzzles aufzurollen werden Aliens ins Spiel gebracht und irgendwie ist das nicht sehr gut gemacht. Ich finde, dass man aus der Story ohne Aliens viel mehr hätte machen können. Und diesen Pseudo-Horror hätte man auch stecken lassen können...Nichtsdestotrotz hat der Filme auch ein paar Stärken wie die guten Jungschauspieler.
Alles in allem hatte ich etwas anderes erwartet und nicht gedacht, das sich Cage für so was hingibt...
L
The Last Samurai (2003)
Cast: Ken Watanabe, Tom Cruise, William Atherton
Director: Edward Zwick
Writer: Edward Zwick, Marshall Herskovitz
Runtime: 154 minutes
Genre: war, history, drama
Meine Wertung: 8/10
Ich war von diesem Film positiv überrascht, da er einen doch mit seiner Stimmung gefangen nimmt, und selbst Strahleman Tom Cruise, den ich an sich eher als Schönling und Grinsebacke in Erinnerung habe, fand ich in in der Rolle des desilussionierten Nathan Algren sehr gut. Er steht stellvertretend für den Zuschauer der in die Mysterien des Samuraileben eingeführt wird. Ein wirklich gelungener Film der den Zuschauer in eine andere Welt entführt.
M
Max Payne (2008)
Cast: Mark Wahlberg, Mila Kunis, Beau Bridges
Director: John Moore
Writer: Sam Lake, Beau Thorne
Runtime: 100 minutes
Genre: thriller, drama, crime
Meine Wertung: 6/10
Und noch ein Film für die 6 Punkte Kategorie. Max Payne, das ein wirklich sehr gutes Videospiel war, und endlich mal ein Spiel, das zum Glück nicht von Uwe Boll verfilmt wurde, schaffte den Sprung auf die große Leinwand. Ich kann mich nicht genau an die Story des Spiels erinnern, allerdings scheint die des Films doch etwas davon entfernt. Das ist ja an sich nicht schlimm, doch irgendwie ist diese etwas flach und vorhersehbar. Doch Mark Wahlberg spielt den Antihelden dieses Noir Films wirklich genial und die düstere Stimmung des Films nimmt einen schon irgendwie gefangen. Allerdings glaubt man sich vom technischen oft in einem billigen Abklatsch von SinCity, es fehlt den Bildern doch das allzu unnatürlich SinCity-mäßige, doch eigentlich trifft der etwas zurückgenommene Schwarz-weiß Stil die Stimmung des Films wesentlich besser. Max Payne hat sowieso wesentlich mehr von einem klassischen Noir Film, a la der Eiskalte Engel, als von einem modernen Actionfilm. Allerdings verhindert die schwache Story, dass es ein wirklich guter Film wird.
Mein Führer - Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler (2007)
Cast: Helge Schneider, Ulrich Mühe, Sylvester Groth
Director: Dani Levy
Writer: Dani Levy
Runtime: 89 minutes
Genre: comedy, drama, war
Meine Wertung: 7/10
Zugegeben, ich bin nicht mit sehr hohen Erwartungen an Mein Führer herangegangen. Ich hatte eine Klamotte der untersten Schublade mit Gags knapp oberhalb, aber meist unterhalb der Gürtellinie erwartet. Allerdings war das zum Glück nicht der Fall und es gab nur sehr vereinzelte Lacher. Das ist für eine Komödie an sich eigentlich ein Armutszeugnis, allerdings fand ich das in diesem Fall nicht so schlimm und solange man sich darauf einlässt ist das ok.
Es ist also weniger eine Komödie als ein Drama, das einen etwas anderen Blick auf die Geschichte bietet. Allerdings gilt, wer es schon empörend fand Hitler in Der Untergang als Mensch und nicht als menschenfressendes Monster dargestellt zu sehen hat in diesem Film absolut nichts verloren.
Berlin 1944: Dr. Joseph Goebbels (Sylvester Groth) hat einen Plan, einen Plan Hitler (Helge Schneider mit sehr guter schauspielerischen Leistung) zu töten um so die Niederlage des 3. Reichs doch noch abzuwenden, dafür braucht er den jüdischen ehemaligen Starschauspieler Prof. Adolf Grünbaum (sehr gut gespielt von Ulrich Mühe). Grünbaum soll Hitler für die Neujahrsansprache 1945 wieder auf den Damm bringen, da dieser zu diesem Zeitpunkt nicht ganz auf der Höhe ist und zu einer Marionette Goebbels geworden ist, grandios die Idee, dass Hitler ständig von Goebbels überwacht, abgehört und durch Spiegel, wie man sie aus polizeilichen Verhörräumen kennt, beobachtet wird.
Das erwartete Gag-Feuerwerk bleibt aus, an deren Stelle treten Gespräche Grünbaums mit Hitler die versuchen ansatzweise zu ergründen, wie Hitler zu dem geworden ist was er wurde. Natürlich kann das nicht funktionieren, allerdings kommt Grünbaum davon ab Hitler töten zu wollen und versucht seine Position auszuspielen. Er fordert die Freilassung aller Gefangenen in Sachsenhausen, dies klappt logischerweise nicht, behält Goebbels doch alle Fäden in der Hand. Allerdings verliert Hitler im Finale das Films nicht nur seine Potenz und seinen Bart sondern auch seine Stimme, sodass Grünbaum ihm seine leihen muss. Hier wird die Idee der Hitlermarionette Goebbels auf die Spitze getrieben, steht er doch vor einer Million Menschen und bewegt den Mund, doch legt ihm Grünbaum die Worte in den Mund...
Der Film hält zum Glück nicht was er verspricht und wird so zu einem guten, wenn auch wohl nicht sehr realistischen, Film über Hitler und Grünbaum. In wie weit man bei der These des Films, Hitler als Marionette Goebbels, mitgeht ist jedem selbst überlassen, auf jeden Fall regt der Film zum Nachdenken an und zeigt die möglicherweise vorhandenen menschlichen Seiten Hitlers.
Music and Lyrics (2007)
Cast: Hugh Grant, Drew Barrymore, Brad Garrett
Director: Marc Lawrence
Writer: Marc Lawrence
Runtime: 95 minutes
Genre: romance, music, comedy
Meine Wertung: 8/10
Mitten ins Herz - ein Song für dich, reiht sich ein in die Reihe, wie verhunze ich einen Filmtitel, hier "Music and lyrics". Aber abgesehen vom schlechten deutschen Titel ist es ein sehr schöner Film.
Natürlich nicht für Leute zu empfehlen, die rein gar nichts mit ein bisschen Schmalz anfangen können, es ist halt ein typischer Hugh Grant Film, allerdings nimmt sich der Film immer wieder selbst auf die Schippe und wird so nicht zu kitschig. Die beiden Hauptdarsteller verleihen dem Film seinen Charme, der ein bisschen an Before Sunrise erinnert, allerdings nie so tief gräbt und mehr an der witzigen Oberfläche bleibt.
Die Musik ist eigentlich sehr schön und verfolgt einen auch nach ansehen des Films noch, hier ein Beispiel, was den Leute die den Film gesehen ein Lächeln entlocken wird:
Der Film ist eindeutig eine der besseren romantischen Komödie und ideal für einen schönen Abend zu zweit.
N
O
P
Swordfish (2001)
Cast: John Travolta, Hugh Jackman, Halle Berry
Director: Dominic Sena
Writer: Skip Woods
Runtime: 99 minutes
Genre: action, thriller, crime
Meine Wertung: 7/10
Password Swordfish ist ein guter Thriller mit John Travolta, Hugh Jackman und Halle Berry der sich um die Kunst der Täuschung dreht.
Erzählt wird die Geschichte des Super-Hackers Jackman der alles versucht um das Sorgerecht für seine kleine Tochter zu bekommen. Als Ex-Knacki mit einem schlechten Job hat er da aber eher schlechte Chancen. Da kommt ihm das Angebot was ihm Halle Berry von Travolta überbringt wie gerufen. Ausreichend Geld um das Sorgerecht zu erstreiten soll er sich verdienen indem er für Travolta ein Virus schreibt.
Der Film ist geprägt von den beiden Charakteren Jackmans und Travoltas, Jackman der den guten Helden mimt der bloß durch widere Umstände im Gefängnis war bildet den Kontrapunkt zum bitterbösen Travolta dem jedes Mittel Recht ist die "Freiheit" Amerikas zu beschützen. Doch Travolta ist Jackman stets einen Schritt voraus und es scheint, als wäre alles von Anfang an so geplant gewesen.
Ein sehr spannender Film mit einigen guten Plottwists und guten Schauspielern.
The Hitchhiker's Guide to the Galaxy (2005)
Cast: Bill Bailey, Anna Chancellor, Warwick Davis
Director: Garth Jennings
Writer: Douglas Adams, Karey Kirkpatrick
Runtime: 109 minutes
Genre: adventure, comedy, sf
Meine Wertung: 7/10
Per Anhalter durch die Galaxis war ein gut unterhaltender Film mit viel Witz. Ich habe das Buch nicht gelesen, deswegen kann ich zur Umsetzung nichts sagen, sondern spreche allein über den Film. Der englische Humor ist zwar nicht jedermanns Sache, aber ich fand ihn diesmal auch nicht zu britisch wie etwa in Shaun of the Dead dem ich irgendwie nicht so viel abgewinnen konnte.
Wenn man nicht auf Sci-Fi steht, dann ist man natürlich im falschen Film, geht es hier doch schließlich um einen Roadtrip quer durch die Galaxis, allerdings sind die Charaktere gut ausgebaut, selbst die Computer habe eine Persönlichkeit, z.B. der geniale chronisch depressive Roboter Marvin, der für mich der Star des Films ist, nicht nur weil er am Ende alle rettet. Aber auch die menschlischen Schauspieler schlagen sich richtig gut. Die Story ist ziemlich abwerwitzig und durchgedreht, allein der Unwahrscheinlichkeitsdrive ist total klasse. Alles in allem ein guter Film.
Q
R
S
Schindler's List (1993)
Cast: Liam Neeson, Ben Kingsley, Ralph Fiennes
Director: Steven Spielberg
Writer: Steven Zaillian, Thomas Keneally
Runtime: 195 minutes
Genre: war, history, drama
Meine Wertung: 10/10
Es gibt nur wenige Filme die einen wirklich bewegen, einen ergreifen und nach denen es einem wirklich schwer fällt wieder zur Tagesordnung überzugehen, Schindlers Liste ist so einer.
Basierend auf einer wahren Begebenheit entwickelt Steven Spielberg einen der wohl besten Filme über das dunkelsten Kapitel der Deutschen Geschichte. Mit brillantem Farbspiel begleitet er Oscar Schindler auf seinem Weg vom raffgierigen Kapitalisten zum Retter zahlreicher Menschen. Lange bevor SinCity mit seinen teils überzeichneten Farben die Kinoleinwand erblickte, spielt Spielberg gekonnt mit den Farben und schafft so eine sehr ergreifende, weil authentische, Atmosphäre.
Schindler, sehr gut dargestellt durch Liam Neeson, der eigentlich keine Ahnung hat wie er eine Fabrik zu leiten hat, sodass ihm dies weitestgehend von dem fabelhaften Ben Kingsley abgenommen wird, lehnt sich sehr weit aus dem Fenster um "seine Juden" von der Deportation zu schützen. Das führt am Ende sogar soweit, dass er dem teils genial wahnsinnig spielenden Lagerkommandanten Ralph Fiennes "seine Arbeiter" abkauft, damit diese den sicheren Tod in Auschwitz entgehen und rettet so mehr als 1000 Menschen, doch hat er am Ende das Gefühl nicht genug getan zu haben.
Der Film hinterlässt in einem tiefe Trauer wegen der Gräuel die die Deutschen der Menschheit angetan haben, doch gibt er auch Hoffnung, die Hoffnung darauf, dass es noch mehr Menschen wie Oskar Schindler gab. "Schindlers Liste" ist wahrhaft ein Meisterwerk das nicht zu Unrecht auf Platz 7 der IMDb Top 250 steht und zur Pflichtlektüre in jedem Geschichtskurs werden sollte.
Slumdog Millionaire (2008)
Cast: Dev Patel, Freida Pinto, Anil Kapoor
Director: Loveleen Tandan, Danny Boyle
Writer: Vikas Swarup, Simon Beaufoy
Runtime: 120 minutes
Genre: romance, drama, crime
Meine Wertung: 9/10
Der beste Film des Jahres, zumindest laut den Oscars 2009, sollte Slumdog Millionär sein, also hatte ich doch schon gewisse Erwartungen an den Film. Das gute erst Mal vorweg, obwohl der Film in Indien mit indische Schauspieler gedreht wurde und auch die ganze Zeit in Indien spielt, ist es kein (klassischer) Bollywoodfilm mit nervenden Tanzeinlagen und großen Bollywoodstars und hält definitiv was er verspricht. Vielmehr ist es ein richtig guter (Hollywood-)Film, über Freundschaft bis in den Tod, die große Liebe und das Schicksal, der sich nicht in irgendwelchen Klischees versteigt.
Erzählt wird die Geschichte Jamals der die indische Version von Wer Wird Millionär gewinnt, dieser wird des Betrugs verdächtigt und findet sich auf einer Polizeitstation wieder. Die Fragen die ihm auf dem Weg zur Million gestellt werden, sind Fragen die auf merkwürdiger Weise mit seinem Leben zu tun haben, diese werden im Laufe des Films mit Rückblenden erzählt und so entfaltet sich die Dynamik des Films, der mit seiner Kindheit in den Slums von Mumbai (nicht Bombay) beginnt und auf dem Millionärsstuhl endet. Immer an seiner Seite, oder zumindest immer im Geist dabei, sind Salim, sein älterer Bruder, und die wunderschöne Lattika, die Liebe seines Lebens, um die sich Jamals leben dreht.
Der Film gibt einen kleinen Eindruck davon was es heißt in einem Slum aufzuwachsen, vor der Kindermafia zu fliegen, sich irgendwie durchs Leben zu schlagen und am Ende doch die große Liebe zu finden. Und genau darin liegt mein einziger Kritikpunkt, bis zum Ende schafft es der Film spannend zu bleiben, ohne übertrieben zu sein, hoffnungsvoll zu sein ohne kitschig zu sein, doch am Ende steht leider das etwas unrealistische Bollywood Happyend. Aber abgesehen davon gibt es wirklich nichts zu meckern, die schauspielerischen Leistungen der, größtenteils, (Laien-)Schauspielern ist wirklich beeindruckend und trägt zum Gelingen des Films, der eine einzigartige Atmosphäre entwickelt, bei.
Abschließend kann man sagen, das Slumdog Millinär zu Recht den Oscar gewonnen hat und einer der besten Filme seit langem ist.
State of Play (2009)
Cast: Katy Mixon, Rachel McAdams, Russell Crowe
Director: Kevin Macdonald
Writer: Paul Abbott, Billy Ray
Runtime: 118 minutes
Genre: thriller, drama, crime
Meine Wertung: 7/10
State of Play ist ein guter, wenn auch nicht überragender, geselsschaftskritischer Politthriller mit viel Witz und guten Schauspielern. Allerdings merkt man, dass der Film auf einer Miniserie beruht, gibt es doch zahrleiche Handlungsstränge die nur angeschnitten aber nicht wirklich verfolgt werden, so wirkt der Film teilweise etwas holprig. Die gute schauspielerische Leistung, besonders erwähnenswert ist hierbei Russel Crowe, hilft dies aber gut zu überdecken. Allerdings konnte ich mich nicht von dem Gefühl lesen, dass hier jemand mächtig bei Die Unbestechlichen geklaut hat, vielleicht liegt es aber auch einfach nur an der Themenverwandtschaft, geht es in beiden schließlich um 2 Journalisten die eine amerikanische Verschwörung aufdecken. Doch auch wenn das besondere der Unbestechlichen, wohl die Authenzität, fehlt, weiß der Film gut zu unterhalten und wirft stellenweise auch Fragen über das amerikanische Regime auf.
T
Terminator Salvation (2009)
Cast: Christian Bale, Sam Worthington, Moon Bloodgood
Director: McG
Writer: Michael Ferris, John D. Brancato
Runtime: 115 minutes
Genre: thriller, sf, adventure
Meine Wertung: 5/10
Terminator: Die Erlösung habe ich im Autokino gesehen, das war eine interessante Erfahrung, allerdings hätte ich das wohl als pubertierender amerikanischer Jugendlicher machen sollen um den ganzen Reiz des Autokinos auszuschöpfen.
Aber nun gut, der Film an sich war ein solider Actionfilm der die Terminatorreihe nicht wirklich gelungen fortsetzt. Ohne die Teile davor gesehen zu haben ist der Film nur kaum zu verstehen, aber auch mit den ersten drei Teilen im Hinterkopf bleiben gravierende Storylücken die den Filmgenuss stören. Das einzig wirklich positive am Film ist die Apokalypsestimmung die über allem hängt und natürlich die Hollywoodaction, die aber ohne den tiefergehenden Sinn der Vorgänger bleibt.
Transporter 3 (2008)
Cast: Jason Statham, Natalya Rudakova, Robert Knepper
Director: Olivier Megaton
Writer: Robert Mark Kamen, Luc Besson
Runtime: 100 minutes
Genre: action
Meine Wertung: 6/10
Natürlich darf man von einem Teil der Transporter Reihe weder besonders hohe geistige Durchdringungstiefe noch äußerst realistische Motorsportsequenzen erwarten, aber der Film hält was er verspricht. Viele actionlastige unrealistische Verfolgungsjagden, Kampfszenen die sich durch Zeitraffer selbst auf die Schippe nehmen und coole Sprüche. Nicht ganz so gut wie The Transporter, auch weil die Nebendarstellerin Natalya Rudakova neben Jason Statham deutlich abfällt, allerdings spielt Robert Knepper, den meisten wohl aus Prison Break bekannt, als Bösewicht keine schlechte Rolle. Also im großen und ganzen ein guter Transporterteil, also keine schlechte Samstagabendunterhaltung.
Tropic Thunder (2008)
Cast: Ben Stiller, Jack Black, Robert Downey Jr.
Director: Ben Stiller
Writer: Etan Cohen, Justin Theroux
Runtime: 107 minutes
Genre: comedy, adventure, action
Meine Wertung: 6/10
Langsam bin ich es leid, immer nur 6 Punkte zu vergeben. Allerdings hat der Tropic Thunder von Ben Stiller als Gesamtwerk leider nicht mehr verdient. Es gibt zahlreiche witzige Anspielungen an Filmklassiker und die Hollywoodindustrie, eine Freude für den der sie versteht. Leider verlieren diese mit dem typischen Ben Stiller Hau-Drauf-Humor an Klasse. Um so mehr ist es eine starke Leistung, das der einmal mehr geniale Robert Downey Jr.(Wonder Boys, Kiss Kiss Bang Bang) für diese Rolle als bester Nebendarsteller für den Oscar nominiert wurde, allerdings überzeugt auch Tom Cruise, als genialer fetter Medienmogul (ich habe eine weile gebraucht um ihn zu erkennen), beide spielen ihre Rollen mit sehr viel Intensität, wenn auch auf Grund der Story etwas überzogen. Und genau das ist das Grundproblem des Films, super Ansätze aber total überzeichnet und übertrieben, schade, der Film hätte sonst echtes Kultpotential und hat es in Ansätzen auch.
U
North by Northwest (1959)
Cast: Cary Grant, Eva Marie Saint, James Mason
Director: Alfred Hitchcock
Writer: Ernest Lehman
Runtime: 136 minutes
Genre: thriller, mystery, adventure
Meine Wertung: 7/10
Der unsichtbare Dritte ist wohl einer der besten Filme Alfred Hitchcocks und rangiert zur Zeit, nicht unverdient, auf Platz 28 der besten Imdb Filme.
Der Lebemann und Werbetexter Roger Thornhill (Cary Grant) fällt einer Verwechslung mit einem "super" CIA/FBI-Agenten zum Opfer womit sein seichtes vorhersehbares Leben eine dramatische Wendung nimmt. Nach dem er einen Mordanschlag überlebt hat versucht er die Attentäter zu entlarven und den mysteriösen Agenten George Kaplan zu finden, dabei gerät er aber immer tiefer in die Sache hinnein und keiner schenkt ihm Glauben, sodass er nicht nur vor den Attentätern, sondern auch von der Polizei gejagt wird.
Diese anfangs kafkaesken Züge der Jagd werden leider nicht beibehalten, da der Zuschauer bald mehr als der Protagonist weiß und so die Spannung etwas verloren geht. Allerdings kommt mit dem Auftreten der undurchschaubaren Femme fatale Eve Kendall (Eva Marie Saint) wieder etwas Schwung in die Sache.
Alfred Hitchcock inszeniert mit viel Witz eine gelungene Jagd die eine gewissen Spannung und einige überraschende Wendungen bereithält, die heutzutage allerdings nichts allzu außergewöhnliches mehr darstellen. Aber auf jeden Fall ein gelungener Film und zu recht ein Klassiker.
V
Vicky Cristina Barcelona (2008)
Cast: Javier Bardem, Rebecca Hall, Scarlett Johansson
Director: Woody Allen
Writer: Woody Allen
Runtime: 96 minutes
Genre: romance, drama
Meine Wertung: 8/10
Vicky Christina Barcelona, ist bis jetzt der einzige Woody Allen Film der mir wirklich gefallen hat, das mag vielleicht daran liegen, das er selber nicht mitspielt oder das es ein Allen untypischer Film ist, aber man weiß es nicht genau.
Der Film handelt, wie der Titel schon vermuten lässt, von Vicky und Christina die einen Sommer in Barcelona verbringen. Die beiden sind, obwohl sie beste Freundinnen sind oder grade deswegen, sehr unterschiedlich. Die eine verkopft, die andere viel zu spontan um länger an einem Ort zu bleiben, wobei diese chronische Unzufriedenheit ihr Glück immer wieder zerstört. Juan Antonio bringt das Leben der beiden gehörig durcheinander, obwohl er mit seinem eigenen nicht ganz klar kommt. Also kurz gesagt es geht um die Liebe und das Leben und das Leben mit der Liebe...
Auf jeden Fall sind die Schauspieler alle samt in bestechender Form, allen voran die herrlich heißblütig durchgedrehte Spanierin Penélope Cruz, die für diese Rolle auch Oscarnomminiert wurde. Die Charaktere sind sehr gut ausgebaut und die zwischenmenschlichen Beziehungen sehr intensiv beschrieben, sodass sich ein wahres Wirrwar an Beziehungen ergibt, die natürlich einige Verwicklungen zur Folge haben.
Die wunderschönen Bilder Barcelonas unterlegen, zusammen mit der guten Musik, diesen romantischen Film über das Leben mit einem zauberhaften Sommerflair, so dass man gar nicht aus dem Fenster in das verschneite Deutschland gucken will. Einzig die nervig kindlich monotone Stimme des Erzählers trübt den rundum gelungenen Eindruck des Films etwas.
The Hallelujah Trail (1965)
Cast: Burt Lancaster, Lee Remick, Jim Hutton
Director: John Sturges
Writer: John Gay, William Gulick
Runtime: 165 minutes
Genre: western, comedy
Meine Wertung: 9/10
Bei dem Western 40 Wagen westwärts geht es um einen vermeintlich harten Winter im Städtchen Denver und darum, was man braucht um diesen zu überstehen: Alkohol. Da der Vorrat an diesem höchsten aller Güter zur Neige zu gehen droht, hat die Beschaffung eines Vorrats für den Winter größtmögliche Priorität. So kommt es, dass Orakel Jones, äußerst genial von Donald Pleasence gespielt "vorhersieht" wie sich ein großer Konvoi von 40 Wagen voller Alkohol auf dem Weg zu ihnen macht. Und so nimmt das Unheil seinen Lauf, was unweigerlich im Zusammentreffen aller in einem Sandsturm gipfeln muss. Darin verwickelt sind natürlich die braven Bergarbeiter aus Denver, die allzeit kompetente Armee rund um Burt Lancester, die Feuerwasser liebenden Indianer, ein paar fanatische Frauenrechtlerinnen und Alkoholhasserinen, sowie natürlich der Konvoi selbst.
Die Komödie viel mehr als ein klassischer Cowboy und Indianer Film und eher eine Westernparodie, es wird u.a. die Frage der Indianerreservate aufgegriffen, sowie auch die Frauenbewegung thematisiert, was damals doch eher unüblich war. Aber vielleicht verklärt auch meine Erinnerung den Film, aber wie auch immer, ich freue mich schon darauf ihn bald wieder zu sehen.
The Reader (2008)
Cast: Ralph Fiennes, Kate Winslet, David Kross
Director: Stephen Daldry
Writer: Bernhard Schlink, David Hare
Runtime: 124 minutes
Genre: romance, drama
Meine Wertung: 7/10
Der Vorleser ist eine gute Verfilmung des gleichnamigen Romans, mit einer guten, aber keinesfalls überragenden, Kate Winslet, die für diese Rolle, aber wohl auch für ihre 5 vorherigen Nominierungen, mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Da sich der Film, zumindest so wie ich mich erinnere, sehr an die Romanvorlage hält wird wenig gewagt, aber doch viel gewonnen, da es wirklich ein außergewöhnlicher Roman war. Ralph Fiennes kommt dadurch aber leider nur sehr wenig zur Geltung. Mir fehlte allerdings etwas der Ich-Erzähler des Buchs, der durch die Geschichte führte.
Alles in allem ein sehenswerter Film der sehr von der Vorlage lebt, diese aber ohne größere Fehler umsetzt.
Eine interessante Zusammenfassung fand ich auf Neon: "Erst wird Gevögelt dann gelesen dann verurteilt dann das gelesene auf Band aufgenommen und dann ist Schluss..."
W
Wo ist Fred? (2006)
Cast: Til Schweiger, Alexandra Maria Lara, Jürgen Vogel
Director: Anno Saul
Writer: Jane Ainscough, Sathyan Ramesh
Runtime: 107 minutes
Genre: sport, romance, comedy
Meine Wertung: 8/10
Wo ist Fred ist ein Film den ich unterschätzt habe bevor ich ihn gesehen habe. Es war an einem dieser Filmabende an dem es mal wieder sehr schwer hatte sich unter den Anwesenden auf einen Film zu einigen, am Ende wurde das kleinste Übel gewählt, keiner kannte den Film und keiner glaubte, dass er besonders gut sei. Doch aus irgendeinem Grund war es einer der lustigsten deutschen Filme überhaupt, was natürlich weniger an Til Schweiger als an Jürgen Vogel, Alexandra Maria Lara und Christoph Maria Herbst lag. Kann ich nur empfehlen. Eine Komödie darüber was man nicht alles macht um seine Angebetete zu erobern. Über Lug und Trug und wie sich aus einem kleinen Dummenjungenstreich nicht abzusehende Konsequenzen ergeben.
The Wrestler (2008)
Cast: Mickey Rourke, Marisa Tomei, Evan Rachel Wood
Director: Darren Aronofsky
Writer: Robert D. Siegel
Runtime: 109 minutes
Genre: sport, drama
Meine Wertung: 6/10
Tja, zum Film habe ich nicht so viel zusagen und schließe mich der Meinung Mondkaktus' an...
The Wrestler ist ein sehr gut gemachtes, authentisches Werk, mit sehr guten Schauspielern und eindrucksvollen Bildern (wobei ich nicht so scharf darauf bin noch mal Wrestlingkämpfe zu sehen!). Gerade die Authentizität macht den Film so gut, denn man zweifelt nicht einmal daran, dass es tatsächlich so in der Wrestlingwelt zu geht und viel mehr, dass es einem abgewrackten Wrestlinghelden, dessen Zeit definitiv vorbei ist, so gehen könnte. Unverschönte, graue Himmel und hässliche Wohnwagensiedlungen sowie die ständige Handkamera, die oftmals nur hinterher laufen kann, tun das Ihrige dazu. Und dennoch: der Film konnte mich nicht richtig packen, bei all meinem Mitleid für Randy “Ram” konnte sich nicht das richtige “Mitgehen” einstellen. Die Oscarnominierung hat Mickey Rourke aber auf jeden Fall verdient.
