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2Apr/111

Efterklang “An island” – Online Global Screening eines Meisterwerks

Gestern Abend war ich auf einem der letzten 1178 private-public Screenings des Films "An Island" von Vincent Moon, der mit Hilfe der dänische Band Efterklang eine der besten Musikdokumentationen schuf die ich je gesehen habe.

Im Grunde ist es ein 50 minütiges Musikvideo, ist es doch die Vertonung des Albums Magic Chairs, das scheinbar keine große Handlung, aber doch einen großen Zusammenhang hat: Die Musik. Sie steht im Zentrum und steckt in jedem Detail, egal ob das Geräusch eines Regentropfen oder einer Feder eingefangen wird oder Efterklang mit anderen Musikern ein Lied in einer kleinen Scheune oder in einer Aula singen, die Musik ist das zentrale Element was diesen Film trägt.

Vincent Moon findet genau die richtigen Bilder, die die melancholisch elektronische Musik untermalen und nicht stören. Es ist keine Dokumentation einer Tour mit geheimen Einblicken in den Tourbus oder die Künstlergarderobe, es gibt kein Gekünstel, keine Show, keine Affektiertheit. So rein wie die Musik, so natürlich sind die Bilder und diese audiovisuelle Authentizität zeichnet "An Island" aus. Das perfekte Zusammenspiel aus Ton und Bild nimmt einen mit auf eine Reise in die Kindheit der Band auf der zauberhaften dänischen Insel Als und es erscheint einem wie im Traum. Der Anfangs sehr experimentelle Film findet spät, aber dann doch noch ins Konkrete und sollte so auch nicht so experimentierfreudige Zuschauer ansprechen und sie motivieren durchzuhalten.

The objective was to shoot a film. A film with the same length as an album, and a film full of performances, experiments and collaborations. 
Over an intense period of 4 days Efterklang collaborated with more than 200 local musicians, kids and their own parents, creating new performances and interpretations of songs from their album Magic Chairs (4AD, Rumraket 2010).

Alle, die die Screenings verpasst haben oder die ihn noch einmal sehen wollen, können den Film die nächste Woche auf pitchfork.com noch online sehen. Da der Film aber unter der Creative Commons Attribution-NonCommercial-Share Alike 3.0 License steht, gehe ich davon aus, dass er jetzt, wo die Screenings vorbei sind, bald auch als freier Download bereitgestellt wird und/oder gegen eine kleine Spende auf DVD erworben werden kann.

Für alle die noch mehr wissen wollen, gibt es ein sehr lesenswertes Interview auf detektor.fom. Wen der Teaser auf den Geschmack gebracht hat, kann sich hier nun der ganze Film ansehen, der aber nur eine Woche zu sehen ist: