Schlatterblog Stuff by schlatterboy

5Aug/115

Das Hermes-Prinzip – Die Wohlstandsschere in Aktion

Das sich Arm und Reich immer weiter voneinander entfernen hat schon Marx vorausgesehen, sodass es eigentlich niemanden wundern sollte, das Kapitalismus und Soziale Verantwortung nicht Hand in Hand gehen. Ob nun Appple mehr liquide Mittel zur Verfügung hat als die USA und 5% der Amerikaner 50% des amerikanischen Geldes unter sich aufteilen oder die Börse innerhalb von Minuten Billionen vernichtet, das sind doch nur unvermeidliche Auswüchse, die im Prinzip des Kapitalismus begründet liegen. An das Mär der sozialen Marktwirtschaft kann ein vernunftbegabtes Wesen doch eigentlich gar nicht mehr glauben.

„Börsenpanik vernichtet 2,5 Billionen Dollar“ Warum hab ich eigentlich noch nie gelesen: „Börsenblase erzeugt 2,5 Billionen Fantasiedollar“ (via @zeitweise)

Ein weites Beispiel findet sich nun in einer sehenswerten ARD-Reportage über Hermes, welche man sich in der ARD-Mediathek ansehen kann. Das es Jobs gibt die schlechter bezahlt werden als andere ist klar und das das Geld vom Management bis zur arbeitenden Bevölkerung innerhalb eines Unternehmens von oben nach unten abnimmt ist auch, wenn auch nur teilweise, nachvollziehbar. Doch das ein Unternehmen als Top Arbeitgeber 2011 ausgezeichnet wird, die einem Paketzusteller 60 Cent, in Worten sechzig Cent, pro ausgelieferten Paket bezahlt, dann finde ich das eine Frechheit. Wohlgemerkt ausgeliefert, wenn das Paket nicht zugestellt werden konnte, dann gibt es keinen Cent und die Kosten für Auto und Benzin trägt ebenfalls der Fahrer. Dieses ausgeklügelte System der 100%-igen Otto Tochter, das durch Satelliten-Lager und Sub-Unternehmer die Verantwortung komplett auf den Fahrer abwälzt, greift leider immer mehr um sich. Da die Fahrer aber nicht Kranken- oder Rentenversichert sind, weil er es sich schlichtweg nicht leisten kann, schadet dieses Modell aber nicht nur dem einzelnen Fahrer, sondern auch dem Staat, gibt es doch so immer weniger die in die Sozialkassen einzahlen, bis diese irgendwann leer sind.

13Jan/107

Suchen für den Regenwald – That’s green IT (Update)

ecosia

Ich bin bei meiner Suche nach einer alternativen Suchmaschine auf ein sehr interessantes Projekt gestoßen. Dieses nennt sich Ecosia und verfolgt einen etwas anderen Ansatz als Google oder Konsorten, dabei beziehe ich mich jetzt nicht auf den eingesetzten Suchalgorithmus (wie z.B. die semantische Suche bei Wolframalpha) oder die Bedienung (wie z.B. Msdewey.com, die es leider nicht mehr gibt) sondern darauf, was man mit dem Erlös der Suchmaschine, der entsteht sobald ein User auf einen Sponsored Link klickt, anfangen kann. Denn dieser wird zu 80% dem WWF gespendet um im Rahmen des Regenwaldschutzprojekts den Regenwald zu retten. Das betreffende Gebiet befindet sich im Juruena Nationalpark im Amazonas. Und für 5 Euro kann man dort 1 Hektar Regenwald schützen. Mit den derzeitigen Userzahlen der Suchmaschine entspricht das grob gerechnet 2 Hektar Regenwald die man so pro Suchanfrage schützt. Desweiteren laufen die Ecosiaserver mit Ökostrom und tragen so zum Schutz der Umwelt bei.

7Nov/093

9.11.2009 Mauer Mob in Berlin (Update)

Update 11.11.2009: Es sollen wohl um die 5000 Menschen gewesen sein. Zwei nicht so beeindruckenede Videos weiter unten.

20 Jahre nach dem Mauerfall der Berliner Mauer gibt es einen Haufen von mehr oder weniger gelungenen Mauerfall-Gedenkationen. Zu den Besseren, zumindest von der Idee gehört wohl die Aktion von Martin Butler, der mit 33 000 Menschen versucht den Verlauf der Beliner Mauer mit einer Menschenkette nachzubilden, zur Zeit sind aber erst 7231 (Stand 7.11.2009 14:45) registriert. Anmelden kann man sich auf der Seite mauer-mob.com. Ich hoffe, dass die Aktion trotz der nicht ganz erreichten Teilnehmerzahl ein Erfolg wird.

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6Sep/093

Wahl-O-Mat und Alternativen zur Bundestagswahl 2009

Wie jedes Mal gibt es auch dieses Jahr wieder ein Hilfsmittel zur Entscheidungsfindungen, was  man denn nun eigentlich wählen soll: den Wahlomat. In 38 Fragen wird man zu seinen politischen Ansichten anhand konkreter Probleme befragt, diese Antworten werden dann mit den Wahlprogrammen von 24 Parteien verglichen. Allerdings kann man nur jeweils 8 Parteien auswählen, man muss also schon eine gewisse Vorauswahl treffen, was vorallem zu Lasten der kleineren Parteien, wie z.B. der Piraten, von denen man unter Umständen noch nie etwas gehört hat, geht. Sodass man, wenn man wirklich den ultimativen Vergleich seiner Übereinstimmung mit allen Parteien haben will 3 mal Parteien auswählen müsste. Ok, einige Parteien würde man aus Prinzip nie wählen, aber eigentlich basiert das meist bloß auf Vorurteilen. Als Auswertung wird ein schnödes Balkendiagramm ohne irgendwelche Datenangaben gezeigt, das sieht dann ungefähr so aus:

Wahlomat

Das Beispiel gibt nicht meine politischen Ansichten wieder und ist lediglich nach einer wahllosen Klickerei für diesen Blog entstanden.

Allerdings gibt es noch eine detaillierte Auswertung jeder Frage mit seiner Antwort und der Antworten der Parteien, sogar mitunter mit Erklärung der Parteien warum sie so antworteten, was eine sehr gute Funktion ist. Auch gibt es weiterführende Links auf die Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung, von denen die ganze Aktion, erstmals anlässlich der Bundestagswahl 2002, stammt.

18Jul/091

Generation Allein

Generation Doof

Wir sind eine Generation, die so aussagekräftig ist wie der Senseo-Kaffee, den wir morgens trinken.

Was ist das eigentlich, was unsere Generation ausmacht? Welche Neuerungen haben wir gebracht? Welche Trends gesetzt? Was haben wir erwirkt, das uns unvergesslich für kommende Generationen macht?

So beginnt der Artikel eines Neonlesers und ich finde der folgende Artikel beschreibt unsere Generation sehr treffend, sodass ich den kompletten Artikel hier aufführe:

15Jul/092

Freie Studienplätze online einsehen

Ich hab grade bei heise eine Artikel über die Studienplatzbörse gefunden. Fakt ist, als ich mich in grauer Vorzeit für Studienplätze beworben habe, da hab ich das mehr oder weniger auf gut Glück gemacht und mich bei so vielen Unis wie möglich beworben. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Leider hatte ich nicht das Glück bei mehr als einer genommen zu werden, aber es gibt andere Leute die von mehreren Unis gleichzeitig genommen werden. Doch an mehr als einer Uni kann man nicht studieren. Was passiert also mit den für sie reservierten Studienplätzen? Richtig er bleibt erst einmal leer, bis eventuell ein anderer diesen im Nachrückverfahren bekommt. Weil das aber bis jetzt nichts als eine Glückslotterie ist, gibt es ab 1.September 2009 eine Studienplatzbörse in der man die offen gebliebenen Plätze einsehen und sich so gezielt bewerben kann. Blöd ist, keine Uni ist verpflichtet an diesem Programm teilzunehmen. Meiner Meinung nach ein sinnvolles System um den Mehrfacheinschreibungen vorzubeugen, unverständlich ist mir nach wie vor aber immer noch, warum man die Zentrale Vergabestelle für Studienplätze Schritt für Schritt demontiert und immer weniger Studienplätze zentral vergibt, kein Wunder dass dann so ein Schlamassel entsteht und die Unis überlastet sind, sodass diese nicht mal zu den Sprechzeiten zu erreichen sind, und man eben 5 statt einer Bewerbung verschicken muss.

7Mai/094

Paintballverbot, und was ist mit Räuber und Gendarm

Paintballverbot

Der Amoklauf von Winnenden hat die Disskusionen um Killerspiele und ähnliches wieder ein mal aufleben lassen. Im Zuge dessen will nun die große Koalition das Waffenrecht "verschärfen", allerdings ist der Entwurf der bisher dabei herausgekommen ist bloß lächerlich.