Kein Alkohol ist auch eine Lösung
Mittlerweile ist der Kater vom Neujahrstag wohl wieder vergessen, die guten Vorsätze natürlich alle in die Tat umgesetzt und die nächste Party steht auf dem Programm. Ich habe lange überlegt ob ich über das Thema schreiben soll, da endlos Diskussionen nahezu vorprogrammiert sind, aber ich finde es sehr treffend den ersten Artikel des Jahres dem Thema zu widmen, mit dem die Meisten das neue Jahr wahrscheinlich ordentlich begossen haben werden.
Alkohol ist allgegenwärtig, egal ob auf Partys mit Freunden, im Kreise der Familie, als Werbung im Fernsehen oder sonst irgendwo, es ist ein Thema um das man nicht herum kommt. Ich weiß nicht genau, wann ich beschlossen habe keinen Alkohol mehr zu trinken, aber nein, ich habe nicht betrunken jemanden überfahren, habe mich in der Öffentlichkeit entblößt oder sonst irgendetwas unentschuldbares getan, zumindest nicht soweit ich mich erinnern kann. Kurzum es ist auf kein spezielles Ereignis zurückzuführen, ich habe einfach beschlossen, das Leben zeitweise aus einer anderen, eventuell klareren Perspektive zu sehen. Diese Entscheidung habe ich weder aus einem Gesundheitswahn heraus, noch aus sonst irgendwelchen religiösen oder sonstwas für Überzeugungen getroffen, einfach nur weil mir Alkohol meist nicht besonders schmeckte und ich keine Lust mehr auf einen Kater am Morgen hatte.
Ich hätte nicht gedacht, dass dieser Entschluss solch zahlreiche Diskussionen mit sich führen würde, wie er es tat. Anfangs antwortete ich auf die, oft mit Überraschung in der Stimme vorgetragene, Frage, warum ich denn heute gar nichts trank damit, das ich noch fahren müsste. Doch diese scheinbar logische Erklärung hielt viele nicht davon ab weiter zu fragen, bist du mit dem Auto da, ging der Standarddialog dann weiter, dies beantwortete ich meist wahrheitsgemäß mit, nein ich bin mit dem Rad, was zur totalen Verwirrung beitrug und je nach Bekanntheitsgrad des Fragenden zu einem schnellen Abschied oder abendfüllenden Diskussionen führte. Für mich war es eigentlich kein so großes Ding nicht zu trinken, groß machten die Sache nur die Anderen, das grenzenlose Unverständnis auf das ich oft stieß, führte dazu, dass ich immer mehr aus Prinzip nichts trank. Es bringt mich sicherlich nicht um, einen Begrüßungssekt, Verdauungsschnaps oder einen Wein am Abend zu trinken, aber ich möchte einfach nicht und ich finde, das sollte man einfach respektieren, ich verbiete ja schließlich auch keinem Alkohol zu trinken.
Ein weitverbreiteter Irrglaube ist ja der, das man ohne Alkohol keinen Spaß haben kann, nicht auf Partys geht, spätestens 22:00 allein im Bett liegt und sowieso ein totaler Langweiler ist, doch dem ist nicht so. Es hat Vorteile bei klarem Verstand zu bleiben und es ist mitunter sehr witzig sich nüchtern mit der Betrunkenheit der Anderen auseinanderzusetzen, man kann sich auch so mit Freunden treffen und man kann auch ohne so einen Kater haben, sind einige Symptome doch allein auf den Schlafentzug der durchzechten Nacht zurückzuführen. Ich kann also alle beruhigen, ja es gibt auch ohne Alkohol ein Leben, wer hätte das gedacht? Ja sogar eins, das sich durchaus lohnt, man hat auch weniger Monat am Ende es Geldes über, weil die zwei Bier von gestern Abend eben keine 50€ kosteten. Doch mir geht es hier nicht darum irgendjemanden zu bekehren, da fehlt mir einfach das christliche Sendungsbewusstsein für, ich wollte das nur einfach mal schriftlich festgehalten haben.
Einen Bericht, mit dem ich zwar nicht in so vielen Punkte übereinstimme, der aber ein paar interessante Punkte aufzeigt und gut zu lesen ist, wie sich das so ohne Alkohol anfühlen kann, gibt Tillmann Allmer in diesem Blogbeitrag, welcher ein größeres Medienecho erfuhr, was er im folgenden Blogbeitrag gut zusammenfasste.
Abschließend möchte ich sagen, dass ich der Auffassung bin, dass jeder sein Leben so leben kann, wie er das gerne will, dass jeder Mensch tun, lassen und denken kann was er möchte, solange er dabei keinem anderen schadet. Man muss nicht toll finden, wie andere Leute leben, aber man sollte es wenn schon nicht respektieren, zumindest tolerieren, ein bisschen mehr Toleranz würde uns allen gut tun.
Das Hermes-Prinzip – Die Wohlstandsschere in Aktion
Das sich Arm und Reich immer weiter voneinander entfernen hat schon Marx vorausgesehen, sodass es eigentlich niemanden wundern sollte, das Kapitalismus und Soziale Verantwortung nicht Hand in Hand gehen. Ob nun Appple mehr liquide Mittel zur Verfügung hat als die USA und 5% der Amerikaner 50% des amerikanischen Geldes unter sich aufteilen oder die Börse innerhalb von Minuten Billionen vernichtet, das sind doch nur unvermeidliche Auswüchse, die im Prinzip des Kapitalismus begründet liegen. An das Mär der sozialen Marktwirtschaft kann ein vernunftbegabtes Wesen doch eigentlich gar nicht mehr glauben.
„Börsenpanik vernichtet 2,5 Billionen Dollar“ Warum hab ich eigentlich noch nie gelesen: „Börsenblase erzeugt 2,5 Billionen Fantasiedollar“ (via @zeitweise)
Ein weites Beispiel findet sich nun in einer sehenswerten ARD-Reportage über Hermes, welche man sich in der ARD-Mediathek ansehen kann. Das es Jobs gibt die schlechter bezahlt werden als andere ist klar und das das Geld vom Management bis zur arbeitenden Bevölkerung innerhalb eines Unternehmens von oben nach unten abnimmt ist auch, wenn auch nur teilweise, nachvollziehbar. Doch das ein Unternehmen als Top Arbeitgeber 2011 ausgezeichnet wird, die einem Paketzusteller 60 Cent, in Worten sechzig Cent, pro ausgelieferten Paket bezahlt, dann finde ich das eine Frechheit. Wohlgemerkt ausgeliefert, wenn das Paket nicht zugestellt werden konnte, dann gibt es keinen Cent und die Kosten für Auto und Benzin trägt ebenfalls der Fahrer. Dieses ausgeklügelte System der 100%-igen Otto Tochter, das durch Satelliten-Lager und Sub-Unternehmer die Verantwortung komplett auf den Fahrer abwälzt, greift leider immer mehr um sich. Da die Fahrer aber nicht Kranken- oder Rentenversichert sind, weil er es sich schlichtweg nicht leisten kann, schadet dieses Modell aber nicht nur dem einzelnen Fahrer, sondern auch dem Staat, gibt es doch so immer weniger die in die Sozialkassen einzahlen, bis diese irgendwann leer sind.
Das Immanuel-Kant-Gymnasium Leipzig zieht um und wird saniert (Update)
Jeder Umzug ist eine Rückschau und ein Neuanfang zugleich, voller Aufregung, Stress und Ungewissheit. Endlich werden lang verlorene, sowie längst vergessene Sachen gefunden. Pläne werden geschmiedet und in die Tat umgesetzt und vieles mehr. Umgezogen ist wohl jeder schon mal, doch wie es ist wenn eine Schule umzieht reißt Marko Hofmann (wohl Abijahrgang 2002) in seiner kleinen Fortsetzungsreihe auf l-iz.de an: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 und Teil 5 an. (Ich hoffe es wird noch mehr Teile geben.) In Gesprächen mit Lehrern beschreibt er sehr lesenswert das (geordnete) Umzugschaos was unvermeidlich ist. Für jeden ehemaligen Kant-Schüler sehr zu empfehlen, werden doch viele Erinnerungen an die Schulzeit, die vermeintlich beste Zeit im Leben, wach.
Lemming Mythos – Der Irrtum der unverstandenen Winzlinge
Echter Berglemming (Quelle: Wikipedia)
Was ist das erste, woran man denkt, wenn man das Wort Lemminge hört? Richtig, an sinnlosen Massenselbstmord und dies ist getrost in das Reich der Märchen und Mythen zu verweisen. Doch selbst heute herrscht über das angebliche Massensterben dieser possierlichen Tierchen sehr viel Unwissen und es sind die verschiedensten Theorien im Umlauf. Aber nichtsdestotrotz haben Lemminge den Ruf einen Hang zum Selbstmord zu haben und sich besonders gern von hohen Klippen ins Meer zu stürzen. Schon in den 50-er Jahren kam dieser Mythos durch Disneys Film "White Wilderness" ("Abenteuer in der weißen Wildnis") auf. Wobei die Dreharbeiten, laut dem Journalist Brian Vallee, wohl in Kanada stattfanden, wo es gar keine Lemminge gibt und die eingeflogenen Lemminge von der Filmcrew selbst über die Klippe geworfen wurden! Das ist für mich eher Tierquälerei. (Quelle: Zeit.de) Die vermeintliche "Dokumentation" gewann trotzdem 1958 einen Oscar in der Kategorie Bester Dokumentarfilm. Eine Längere Fassung als das folgende Video gibt es hier.
Suchen für den Regenwald – That’s green IT (Update)

Ich bin bei meiner Suche nach einer alternativen Suchmaschine auf ein sehr interessantes Projekt gestoßen. Dieses
nennt sich Ecosia und verfolgt einen etwas anderen Ansatz als Google oder Konsorten, dabei beziehe ich mich jetzt nicht auf den eingesetzten Suchalgorithmus (wie z.B. die semantische Suche bei Wolframalpha) oder die Bedienung (wie z.B. Msdewey.com, die es leider nicht mehr gibt) sondern darauf, was man mit dem Erlös der Suchmaschine, der entsteht sobald ein User auf einen Sponsored Link klickt, anfangen kann. Denn dieser wird zu 80% dem WWF gespendet um im Rahmen des Regenwaldschutzprojekts den Regenwald zu retten. Das betreffende Gebiet befindet sich im Juruena Nationalpark im Amazonas. Und für 5 Euro kann man dort 1 Hektar Regenwald schützen. Mit den derzeitigen Userzahlen der Suchmaschine entspricht das grob gerechnet 2 Hektar Regenwald die man so pro Suchanfrage schützt. Desweiteren laufen die Ecosiaserver mit Ökostrom und tragen so zum Schutz der Umwelt bei.
Der Polizist, der Elektroschocker und das kleines Mädchen

Dass Kinder ganz schön nervig sein können ist kein Geheimnis und dass die Eltern daraufhin des öfteren ratlos sind, ist nicht nur jede Woche bei der Supernanny aufs Neue zu bewundern. Das man sich als überforderter Elter allerdings an die Polizei wendet würde mir zwar nicht im Traum einfallen, aber im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist auch das vorstellbar. So trug es sich also zu, das eine überforderte Mutter im US-Staat Arkansas die Polizei rief, weil ihre 10 jährige Tochter nicht vor dem ins Bett gehen duschen gehen wollte und sich mit Händen und Füßen dagegen wehrte. Als der Polizist am Tatort eintraf und es ihm nicht gelang die Tochter zu beruhigen setzte er den Elektroschocker ein:
Selbstrührende Tasse für besseren Krümelkaffee
Hat man sich nicht schon immer beim umrühren seines löslichen Kaffees oder Kakaos gewünscht, dass das die Tasse doch bitte von alleine machen könnte? Wenn nicht, dann ist die nachfolgende Erfindung wohl nicht die richtige für einen und man kann sich weiter dem durchaus meditativen Akt des umrührens hingeben. Falls aber doch, dann gibt es jetzt die Erfindung die einem das Leben um einiges leichter machen könnte: