Flattr im realen Leben
Im Internet stellt sich immer die Frage der Bezahlung, Internetauftritte kosten Zeit und Geld und sind doch meist kostenlos abrufbar. Darum ist man als Betreiber einer Webseite immer auf der Suche nach neuen Bezahlmöglichkeiten abseits von aggressiven Layer-ads, eine davon scheint sich mit Flattr gerade zu etablieren.
Die Idee dahinter ist die, das man monatlich einen Betrag bestimmt der geflattert werden soll. Um geflattert zu werden, kann jede Webseite einen Flattrbutton einbinden. Streift man nun durchs World Wide Web und findet etwas das einem hilft ein Problem zu lösen oder das einem gefällt, dann drückt man den Flattrbutton und unterstützt somit diese Seite. Je nachdem wie viele Seiten man in einem Monat geflattert hat, wird der Betrag durch diese Anzahl geteilt. Spendet man monatlich also 2 € und klickt auf 2 verschiedene Button, so ist jeder Klick 1€ wert.
Das Konzept finde ich persönlich sehr gut, ist es doch der allseits bekannte "I Like"-Button, nur mit Sinn, natürlich wird der normale Durchschnittsblogger davon nicht reich werden, aber um die laufenden Kosten zu decken kann es mitunter schon reichen.
Wie das ganze im richtigen Leben aussehen würde haben Agnes Lison (@aaglii) und Marcel-André Casasola Merkle (@zeitweise) in folgendem Projekt illustriert, welches ich passender weise via Flattr über diesen Artikel fand:
Sleeveface – Cover mal anders

Bis jetzt ist das Phänomen Sleeveface vollkommen an mir vorüber gegangen. Ich kannte zwar, das man berühmte Cover nachstellt, aber nicht, dass man sich das Cover vor's Gesicht hält und drum herum seinen Ideen freien Lauf lässt und die Bilder so in einen mitunter vollkommen anderen Kontext setzt. Finde ich total super. Auf flickr kann man sich durch tausende dieser mehr oder weniger kreativen Versuche klicken oder auf Sleeveface.com, hier ein paar Beispiele und ein Video:
Paris Panorama – 26 Gigapixels mit 10 Easter eggs
Das Paris eine schöne Stadt ist kann man nun einmal mehr bewundern. Ein Fototeam hat ein etwas anderes Panorama dieser Stadt gezeichnet, nach dem sie schon Harlem mit 13 Gigapixel und Yosemite mit 17 GP fotografierten, haben sie jetzt mit Paris noch eins draufgesetzt. Aus 2346 Bildern entstand ein Bild mit einer Auflösung von 54159 x 75570 was 26,763,795,630 Pixeln entspricht, also 26 Gigapixel und so doch schon etwas größer und beeindruckender geworden ist. Geplant war mit 2 Canon 5D Mark II (21.1 MP 300 mm f4.0) zu fotografieren um schneller fertig zu werden, wobei eine jedoch schon beim justieren aussetzte. Gerendert wurde das ganze auf einem Traumsystem: Intel Server System SR2600UR mit 2 Intel Xeon 5500 und 6 SSDs mit je 160 GB (24 Kerne, 24 GB RAM, 1 TB SSD), da dauerte das rendern nur 3 Stunden und 14 Minuten, vor 2 Jahren beim Harlem Projetkt brauchten sie noch 48 Stunden und dabei war das Bild nur halb so groß. Nun kann man also Paris, untermalt von dem wunderschönen Lied La Valse d’Amelie von Yann Tiersen aus dem Film Amelie, genießen und 10 Easter Eggs entdecken, vorausgesetzt man besitzt eine ausreichende Internetverbindung:
Erik Johansson
Das Photographie heutzutage kaum noch ohne Nachbearbeitung stattfindet ist traurig aber wahr, ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass viele Fotographen nicht mehr richtig fotografieren können, ist es heutzutage doch fast egal wie die Blende eingestellt ist oder wie die Lichtverhältnisse sind, das kann man doch alles hinterher noch optimieren. Aber das die neuen Techniken auch neue Möglichkeiten bieten ist ebenso klar wie wunderbar, ein weiteres Beispiel hierfür liefert Erik Johansson, unschwer erkennbar als Schwedischer Fotograf, der mit überraschenden Ideen den Surrealismus wiederbelebt:








