Blogschau: La vie est claire et floue
Das Leben ist klar und unscharf, so lautet der Titel von Don Pedros Blog, zumindest, wenn der Googleübersetzer richtig lag. Als temporär ausgewanderter Leipziger verlebt er momentan seine Tage in Frankfurt/Main und leidet an kultureller Substimulation die nur André Herrmann lindern konnte:
Wenn eines fehlt in Frankfurt, dann sind es kleine, witzige Events à la "Riskier dein Bier!", Poetry Slam oder Impro-Theater neben der freilich finanziell und inhaltlich wunderbar ausgestatteten Hochkultur. Das dachte ich zumindest bis gestern, bevor ich die "Lesebühne ihres Vertrauens" entdeckte. (Quelle: Lesebühne des Vetrauens)
Mein neuer Blog soll sowohl Neustart als auch Fortsetzung sein. In vielerlei Hinsicht ist er anders als sein Vorgänger. Dieser erzählte bekannterweise von meiner Zeit in Frankreich, eine Art Reisetagebuch des Erlebten. Ein Blog über einen Zeitraum auf Reisen macht viel Sinn. Warum führe ich nun weiterhin einen Blog? Nunja - um mich auszudrücken, um mich auszutauschen, um Geschichten zu erzählen und natürlich v.a. auch, um mich selbst darzustellen.So wird auch dieser Blog weiterhin dem Leben innerhalb und außerhalb meines Kopfes entspringen. Er wird allerdings zudem politischer und theoretischer werden und auf Dinge hinweisen, die ich erwähnenswert finde. Was noch? Wir werden sehen. (Quelle)
Wenn ich mich in Diskussionen über Vegetarismus einmische, begebe ich mich gewiss auf unsicheres Terrain: Ökototalitarismus versus Liberalismus, Hedonismus versus Verantwortungsgefühl... Die Lösung könnte - wie so oft - in der Mitte liegen. Oder einfach in mehr Gelassenheit. (Quelle: Würstchen vs. Erbse)
Blogschau: Groundhogs Day – der Maskierte meets Kloß und Spinne
Da meine Millionen von Lesern natürlich mehr als gespannt sind von mir kulinarische Köstlichkeiten aus der Welt des Internets mitgeteilt zu bekommen, gibt es heute etwas mal wieder was aus dem Bereich "auch andere Leute haben interessante Sachen zu sagen" aka Blogschau. Man nehme eine Prise IT, einen gehäuften Löffel Filmwissenschaft, eine Handvoll Autofahrerflame, nehme noch ein wenig subjektive Weltsicht und füge etwas Ironie hinzu, fertig ist der Groundhog Blog. In eine Mischung aus dem Maskierten und Kloß und Spinne schreibt er, wie jeder andere Blogger auch, über Sachen die die Welt nicht interessiert, aber das wenigstens in einer subtil ironischen Art. Ein Mann der über sich selbst sagt, dass er "von tibetanischen Crackmönchen in Sachsen ausgesetzt" wurde und wenn man ihm zum Thema welche Hautcreme er benutzt, antwortet:
Nivea Creme ohne Konservierungsstoffe. Nivea Creme ist die unübertroffene
Hautpflege für jeden Hauttyp. Reichhaltigen Pflegesubstanzen und hautverwandtes, rückfettendes Eucerit versorgen die Haut mit allem, was sie braucht, um rein, frisch, und gepflegt zu bleiben.Im Prinzip nehm ich jedoch sehr selten und unregelmässig Hautcreme zu mir
kann so verkehrt nicht sein. Mit unglaublicher Weitsicht stellt er fest, das es Winter ist, in dem
Der schreckhafte Fahrzeugführer mit Hang zur Zeitlupenfahrt
neigt und gibt Tipps, wie man mit einem normalen Biorhythmus erreicht:
Da ich nun schon seit 4 Tagen nicht damit klar komme meinen Biorhythmus dem der normalen Bevölkerung in meiner Zeitzone anzupassen, verwandelt sich mein Schlafmangel in einen kreativen Zustand der geistigen Matschigkeit.
Wer regelmäßiger Leser meiner nicht so regelmäßig erscheinenden Oscarfilme ist, und einen kleinen Einblick über die Oscarnomminierten für 2011 haben will, ist bei seinem neusten Werk an der richtigen Adresse. In mühevoller Kleinstarbeit hat sich Groundhog stundenlang vor die Glotze gehangen und sich einem nach dem anderen Kandidaten reingezogen. Gefesselt an den Stuhl, nicht immer vor Spannung, sondern einfach, damit er nicht wegrennt gibt er einen guten Überblick über das Oscarfilmjahr 2011:
Es riecht nach rotem Teppich und Popcorn, die Oscars stehen wieder vor der Tür und das möchte ich zum Anlass nehmen euch meine Meinung zu den Kandidaten in der Kategorie Bester Film zu Präsentieren.
Bei so viel Vorschusslorbeeren, bleibt nur zu hoffen, das es immer wieder den ein oder anderen qualitativ hochwertigen Blogpost geben wird, und der Blog nicht so bald in den ungeahnten Weiten des Internets versinken wird.
Blogschau: Der Maskierte – Zorro mit Patchkabeln
Ich hoffe necromax nimmt es mir nicht übel, wenn ich über diesen Blog berichte, schließlich hat er mich erst auf ihn gebracht.
Wie Zorro, nur ohne Degen. Dafür mit vielen Patchkabeln!
So steht es als Motto unter den Blognamen "Der Maskierte", und das Motto ist Programm. Wer schon immer mal wissen wollte, wie das Leben eines handelsüblichen Administrators so aussieht, der ist hier an der richtigen Stelle. Geschildert wird der alltägliche Wahnsinn, den der Beruf so mit sich bringt, vom Präsentation über Nacht erstellen über Dienstreisen mit dem Häuptling nach Rom bis hin zum Fesseln des Azubis mit Allzweckpatchkabeln passiert dem Maskierten so einiges. Der Stromberg der IT zeichnet so ein vielfarbiges Bild der IT-Welt, das für jeden der sich darin bewegt einen gewissen Wiedererkennungswert liefert und für alle anderen zumindest informativ und belustigend sein kann. Hier ein paar Leseproben:
So kam es, dass sich plötzlich die Telefonnummer von Herbert Eck-Tisch auf meinen Netzhäuten manifestierte. Herbert war seines Zeichens ein langjähriger Kunde des Produkts Brötchenbringer, das im Hause meines Brötchensponsors entwickelt wurde. Würde man ihn mit einem atomaren Unfall vergleichen müssen, so würde er ohne Widerworte als INES-Stufe 7 klassifiziert. Ich streifte mir also mein Headset über und sah einer ganz und gar nicht strahlenden nahen Zukunft für mich entgegen.
IAEO, es spricht Der Maskierte höchstpersönlich. Mit welcher Kettenreaktion darf ich Ihnen dienen?
(Quelle: dermaskierte)
Glücklicherweise machten die Vorausfahrenden noch rechtzeitig vor dem bevorstehenden Herzklappenabriss Platz, so dass der neben dem Taxi herfliegende Sensenmann immer wieder enttäuscht zurückfiel, nur um kurz darauf wieder aufzuholen.
(Quelle: dermaskierte)
Über folgenden Suchbegriff, der zu mir führte, bin ich gerade gestolpert:
name für maskierten
Wer hier jetzt den Namen sucht, unter dem ich bei Interpol zur Fahndung ausgeschrieben wurde, und den Töchter ängstlich ihren Müttern zuraunen, wenn diese abends auf die Straße gehen, den muss ich leider enttäuschen. Diesen wird man hier niemals finden.
Wer aber wissen möchte, wie man mich korrekt anspricht, dem kann geholfen werden. Die korrekte Ansprache lautet:
Maskierter
Ich hoffe geholfen zu haben.
(Quelle: dermaskierte)
Also wer etwas Licht in seinen tristen Büroalltag bringen will kann ja gerne mal beim Maskierten, der einen manchmal etwas an den BofH erinnert, vorbeigucken und ihn bei seinen Streifzügen durch die It-Unwelten begleiten.
Bildquelle: Ben Fredericson (xjrlokix) via Flickr
Blogschau: Schnipselfriedhof.de – Behind Kloß und Spinne
Ich habe zwar dieses Weblog und bin bei Facebook, aber eigentlich bin ich sowas von Web 1.0, das gibts gar nicht. (Volker Strübing)
Wer letztens das Video von Kloß und Spinne gesehen hat, konnte dem vielleicht etwas abgewinnen, heute geht es nun um den Mann dahinter. Auf schnipselfriedhof.de erscheinen seit 2006 von Volker Strübing u.a. die formidablen Videos von Kloß und Spinne (jetzt auch als DVD erhältlich), selbst aufgenommene Fotos sowie interessante Geschichten aus dem Alltag. Meist sehr witzig und erfrischend geschrieben macht es Spaß sich durch den Blog des Autors, Filmemacher, Fotografen, Liedermacher und Poetryslammer zu klicken, dabei stolpert man über das ein oder andere interessante Fundstück, wie z.B.:
Vielleicht wird es vorher schon einen Kloß-und-Spinne-Film im Kino geben, ich hab ihn schon ganz genau vor Augen: 137 Minuten, nur eine einzige Einstellung und natürlich in 3D. In den ersten 135 Minuten passiert praktisch nichts. Kloß trinkt sein Bier, Norbert denkt mit geschlossenen Augen über die Welt nach und die Katze atmet. Dann kommt Spinne rein und sie reden noch zwei Minuten darüber, dass Filme heutzutage ja oft viel zu hektisch geschnitten und völlig überfrachtet sind. (Volker Strübing)
Und ich muss sagen, das fände ich mal einen mutigen Film, selten wird man einen so authentisch, wahrhaftig und realistischen Film gesehen haben. Selten wird ein Film mit so wenig so viel ausgedrückt haben, natürlich abgesehen von dem überbordenden 3D und den brutalen Actionsequenzen in denen Kloß todesmutig den Kampf mit dem Bier aufnimmt. Es würde die Filmlandschaft revolutionieren, würde es doch der alltägliche Action-Close-Up-Wahnsinn verdrängen, wer braucht schon Hollywood wenn er Strübywood kriegen kann? Aber genug der Fantasterei, natürlich gibt es auch abseits von Kloß und Spinne viel zu entdecken. Zum Beispiel interessante Einsichten in die Deutsche Bahn:
Bahncard50, die: Plastikkärtchen im Scheckkartenformat, das den besitzer zum Erwerb von Fahrkarten zum regulären Preis berechtigt. Nichtbesitzer zahlen das Doppelte. Sympathisch ist die augenzwinkernde Selbstironie, mit der die Deutsche Bahn darauf beharrt, den doppelten Fahrpreis als normalen und den BC50-Tarif als „halben“ Fahrpreis zu bezeichnen. (Volker Strübing)
Auch nachdenkliches findet sich auf dem Blog, etwa eine Seblstreflektion zum schlechten Gesichtsgedächtnis, das er mit einer krassen Geschichte belegt, die einem fast unglaubhaft vorkommt:
Eines Abends, es war sehr voll und ich drängelte mich fünf Minuten vor Beginn der Show zur Bar durch, um irgendetwas mit dem Licht oder dem Ton zu klären, sprach mich eine Frau an. Sie kam mir vage bekannt vor, aber ich wusste einfach nicht, woher und wie gut ich sie kannte. Ich hatte damals gerade beschlossen, das Problem offensiv anzugehen und in solchen Fällen nachzufragen, statt es durch irgendwelches unverbindliches Rumhalloen und Undwiegehtsgeplapper zu überspielen.
Ich sage also: „Ah hi, ähm … entschuldige … woher kennen wir uns gleich nochmal?“
Die Frau schaut mich mit riesigen Augen an und sagt: „Ich bin deine Schwester!“ (Volker Strübing)
Das er mit mehr als "nur" mit Worten umgehen kann zeigen die folgenden Bilder, diese sind alle auf dem Blog zu finden:
Blogschau: Britpotts Blog
Es gibt so viel im Internet und man kennt doch so wenig, sodass man manchmal das Gefühl hat das Internet durch zu haben. Um dem vorzubeugen gibt es mal wieder eine Blogempfehlung.
Jetzt hat auch britpott einen Blog gestartet und schreibt über das was ihr so einfällt. Zum Anfang hat sie sich eine anspruchsvolle Aufgabe ausgesucht und hat ein 60 Tage Musik Mem gestartet, ich bin mal gespannt ob sie es durchhält, schließlich weiß ich wie das ist und hatte bei meinem 30 Tage Filmmem gut zu kämpfen. Auch wenn ich nicht ganz ihren Musikgeschmack teile, bin ich doch darauf gespannt jeden Tag einen neuen Song zu hören.
Ich wünsche ihr viel Spaß beim Bloggen und vielleicht ist für den ein oder anderen ja auch beim Britpottblog was dabei.











