Schlatterblog Stuff by schlatterboy

16Jun/103

Once – Ein Film über Musik zum verlieben

Auch wenn die Überschrift etwas kitschig daherkommt und der Film von der Liebe zur Musik handelt, ist der Film alles andere als kitschig. Selten habe ich einen so authentischen Film gesehen, der höchstens noch mit Before Sunrise/Sunset zu vergleichen ist, aber sonst fallen mir kaum Vergleiche ein.

Worum geht es: Der Film handelt von einem Straßenmusiker (Glen Hansard) und seiner Begegnung mit einer Pianistin (Markéta Irglovázu). Die beiden Namenlosen, im Abspann lediglich als "The Guy" und "The Girl" bezeichnet, sind zwar durch ihre Vergangenheit an andere Menschen gebunden, verleben einen wunderbare Zeit zusammen. Stück für Stück erhält man immer mehr Einblicke in das jeweilige Leben der Beiden und die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, auch unterstützt durch die gute schauspielerische Leistung der Protagonisten. Es ist weder wichtig, wo die Charaktere herkommen, noch wie sie heißen, wichtig ist nur, dass sie zu dieser Zeit an diesem Ort sind.

Once

Once (2006)

Cast: Glen Hansard, Markéta Irglová, Hugh Walsh

Director: John Carney

Writer: John Carney

Runtime: 85 minutes

Genre: romance, music, drama

Trailer Once

Meine Wertung: 9/10

Worum geht es wirklich: In Dogmamanier entstand nur mit Handkamera und natürlichem Licht einer der wunderbarsten und natürlichsten (Musik/Liebes-)Filme der letzten Jahre, der vorallem von (der Liebe zur wirklich wunderbaren) Musik lebt, die von den beiden Hauptdarstellern, meist Glen Hansard, selbst geschrieben wurde. Außerdem geht es darum, dass man manchmal Menschen trifft die einen im Leben weiterbringen und sei es dadurch, das sie einem dabei helfen sich irgendwann seiner Vergangenheit zu stellen um weitermachen zu können

Wermutstropfen: Wenn einem die Musik nicht gefällt, ist dies wie bei jedem anderen Musikfilm natürlich etwas hinderlich.

Interessantes: Glen Hansard ist Sänger in der Band "The Frames" in der der Regisseur John Carney einmal Bassist war und er spielte auch schon bei dem ebenfalls empfehlenswerten Musikfilm "The Commitments" mit.
Der Song "Falling Slowly" aus dem Film erhielt 2008 den Oscar für den besten Song und der Film erhielt den Publikumspreis des Sundance Festival 2007.
Nach den Dreharbeiten begannen die beiden Protagonisten eine Beziehung und gründeten die Band The Swell Season.
Hätte ich den Film früher gesehen, hätte er definitiv den Titel "Der beste Soundtrack" in meinem 30 Tage Film Mem gewonnen, also kann ich euch nur empfehlen hier mal in den Soundtrack reinhören oder für die CD-Liebhaber hier und wer den Film haben will kann sich den auch hier kaufen.
Auf jeden Fall ist es ein äußerst sehenswerter Film und ich kann nur empfehlen sich diesen mal in einer ruhigen Minute zu Gemüte zu führen.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
veröffentlicht unter: Filme, Musik Kommentar schreiben
Kommentare (3) Trackbacks (0)
  1. Der Film war auf jeden fall gut – aber soo gut?
    Den Soundtrack durfte ich schon während der Arbeit rauf und runter hören und obwohl ich da meist nicht so bin, ging dieser mir ziemlich schnell auf den Keks. Mag wohl an den Liedern liegen, in denen er nur noch sein Leid, oder was auch immer es sein mag, hinausschreit. Ist mir ein bisschen zu weinerlich gewesen. Passt wohl auch nicht ganz zur Arbeitsstimmung…aber trotzdem schon ganz schön… :)

  2. Natürlich ist das keine besonders gute Arbeitsmusik, aber gute Musik ist es trotzdem, das man sich Musik überhört ist halt leider normal, aber nicht zu ändern… Wobei ich nicht fand, das sie so schnell nervt, aber wenn man sie tagtäglich auf Arbeit hört, dann vielleicht.
    Was hat dir denn an dem Film nicht gefallen?

  3. Mir hat der Film gut gefallen, hab ja auch 7/10 gegeben. Aber so umgehauen wie dich, hat er mich einfach nicht…ist aber nun auch schon länger her, was es nun genauer war, kann ich nicht mehr sagen.


Hinterlasse eine Antwort

Noch keine Trackbacks.