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26Mai/106

Tag 23 – Lieblingsanimationsfilm

Der Animationsfilm hat einen langen Weg seit den Höhlenmalereien in der Steinzeit oder den altägyptischen Grabmalereien hinter sich. Allein der Sprung vom manuellen Zeichentrick zum Computeranimationsfilm war revolutionär. Dabei ist es gar nicht so einfach zu definieren was überhaupt alles in die Kategorie fällt, kommt es doch vom lat. animare was so viel heißt wie "zum Leben erwecken", dementsprechend werde ich mich nicht nur auf das was man heute unter Animationsfilm versteht beschränken, sondern auch auf Zeichentrickfilme eingehen.
Meilensteine der Filmgeschichte waren ohne jeden Zweifel Schneewittchen und die 7 Zwerge (1937) Pinocchio (1940) oder auch Bambi (1942), man mag über den Inhalt der Filme geteilter Meinung sein, aber für die Entwicklung des Animationsfilms waren sie ungefähr so wichtig wie Matrix für die Slowmotion.
Nun aber zu den Animationsfilmen heutiger Zeit. Da gibt es zum einen "Nemo", ein wirklich außerordentlich guter Animationsfilm, der wesentlich tiefgründiger ist als die meisten erwarten würden und auch mehr als eine lustige Szene bereithält, die "Rotkäppchenverschwörung", als eine Parodie auf alle möglichen Märchenfilme, gnadenlos überzeichnet und wirklich witzig oder Wall-E, bei dem man nie gedacht hätte, das ein Film ohne viele Worte so gut sein kann, allein das Minenspiel Wall-Es ist außergewöhnlich, außerdem eine gelungene Kritik am Fortschritt des Menschen um des Fortschritts Willens.
Das Rennen zwischen Nemo und dem Gewinner war sehr knapp, aber der Gewinner ist:

WALL·E

WALL·E (2008)

Cast: Ben Burtt, Elissa Knight, Jeff Garlin

Director: Andrew Stanton

Writer: Jim Reardon, Andrew Stanton

Runtime: 98 minutes

Genre: romance, family, drama

Trailer WALL·E

Meine Wertung: 10/10

Mag sein, das einige Leute mit Wall-E nichts anfangen können, müssen sie auch nicht. Aber dieser außergewöhnlich gute Animationsfilm ist mehr als ein Kinderfilm, ich würde sogar sagen, dass wie bei Nemo, die angebliche Zielgruppe, das meiste gar nicht versteht. Erzählt wird unglaublich liebevoll die Geschichte des letzten Roboters auf der Erde, die die Menschen, nach dem sie sie vollkommen zugemüllt hatten, verlassen hatten. Tag aus Tag ein spult Wall-E sein Programm, das Aufräumen der Erde ab, allerdings hat er dabei eine kleine Sammelleidenschaft entwickelt, mit Hang zum kitschigen. Als dann eine Drohne des letzten verbleibenden Schiff der Menschheit die Erde aufsucht beginnt das Abenteuer, in dem die Menschen nicht besonders gut wegkommen, Wall-E seine Liebe findet und gleichzeitig die Menschen zurück ins Leben holt. Ich hätte nicht gedacht, das in einem Film in dem so wenig gesprochen wird, ein Roboter so ausdrucksstark sein kann, doch mit Hilfe heutiger Animationstechnik entstand wirklich ein unglaubliches Minenspiel, das fast so facettenreich wie das des Menschen ist. Allein die Szene in der er Eve den Schirm hält während es regnet und dabei vom Blitz getroffen wird ist fantastisch.Der Film wurde mit einer unglaublichen Hingabe zum Detail gedreht und selbst beim fünften mal sehen fällt einem etwas neues auf. Wall-E ist ein fantastischer Film über die Menschen, gerade dadurch, das Roboter die Hauptfiguren sind, hält er fabelhaft der Menschheit den Spiegel vor, absolut sehenswert.

Es gab auch einen Wall-E Casemod.

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