Tag 04 – Ein Film der dich traurig macht
Day 04 – A movie that makes you sad
Wie beim letzten Mal schon angedeutet geht es heute um die traurigeren Filme. Die Frage ist allerdings, ob es ein durchgehend trauriger Film sein muss, oder einer der so ein krasses Ende hat, das er dich einfach tot traurig zurück lässt. Leider habe ich nicht soviel Zeit wie ich gerne für den Artikel hätte und Imdb ist grade nicht zu erreichen, sodass ich mich einzig und allein auf mein Gedächtnis verlassen muss, aber ein paar Filme fallen mir auch so ein. Mal sehen worauf meine Wahl fällt, zum jetzigen Zeitpunkt, weiß ich das auch noch nicht. Zum einen "Lord of War", die Geschichte zweier Brüder die in das Waffengeschäft einsteigen und während der eine, genial gespielt von Nicholas Cage, keinerlei Gewissensbisse hat und sich als normaler Verkäufer versteht, geht der andere an seinen Gewissenskonflikten zu Grunde. Dann natürlich der äußerst bewegende, weil authentisch Film "Schindlers Liste", der, wenn auch etwas schnulzige "Abbitte", der sich um eine unglückliche Liebesgeschichte im zweiten Weltkrieg dreht, die auf Grund einer Falschen Anschuldigung eines Kindes, bitter endet oder "Gloomy Sunday", der auf wunderbare Weise die Geschichte eines traurigen Liedes erzählt, oder "A perfect World", ein Kidnapping das im Stockholmsyndrom und einer Vater-Sohn-Beziehung endet und ein Kandidat für das traurigste Ende wäre z.B. "Butch Cassidy und Sundance Kid", in dem sich Paul Newman und Robert Redford einer Übermacht gegenüberstellen, das Ende aber nicht gezeigt wird, sondern ein Standbild wie sie rausstürmen erscheint und im Hintergrund die Schüsse verhallen, einfach genial und traurig. Doch weil ich mich dafür entschieden habe den Film mit der insgesamt traurigsten Stimmung zu nehmen, würde ich mich für Schindlers Liste entscheiden:
Schindler's List (1993)
Cast: Liam Neeson, Ben Kingsley, Ralph Fiennes
Director: Steven Spielberg
Writer: Steven Zaillian, Thomas Keneally
Runtime: 195 minutes
Genre: drama, war, biography
Meine Wertung: 10/10
Es gibt nur wenige Filme die einen wirklich bewegen, einen ergreifen und nach denen es einem wirklich schwer fällt wieder zur Tagesordnung überzugehen, Schindlers Liste ist so einer.
Basierend auf einer wahren Begebenheit entwickelt Steven Spielberg einen der wohl besten Filme über das dunkelsten Kapitel der Deutschen Geschichte. Mit brillantem Farbspiel begleitet er Oscar Schindler auf seinem Weg vom raffgierigen Kapitalisten zum Retter zahlreicher Menschen. Lange bevor SinCity mit seinen teils überzeichneten Farben die Kinoleinwand erblickte, spielt Spielberg gekonnt mit den Farben und schafft so eine sehr ergreifende, weil authentische, Atmosphäre.
Schindler, sehr gut dargestellt durch Liam Neeson, der eigentlich keine Ahnung hat wie er eine Fabrik zu leiten hat, sodass ihm dies weitestgehend von dem fabelhaften Ben Kingsley abgenommen wird, lehnt sich sehr weit aus dem Fenster um "seine Juden" von der Deportation zu schützen. Das führt am Ende sogar soweit, dass er dem teils genial wahnsinnig spielenden Lagerkommandanten Ralph Fiennes "seine Arbeiter" abkauft, damit diese den sicheren Tod in Auschwitz entgehen und rettet so mehr als 1000 Menschen, doch hat er am Ende das Gefühl nicht genug getan zu haben.
Der Film hinterlässt in einem tiefe Trauer wegen der Gräuel die die Deutschen der Menschheit angetan haben, doch gibt er auch Hoffnung, die Hoffnung darauf, dass es noch mehr Menschen wie Oskar Schindler gab. "Schindlers Liste" ist wahrhaft ein Meisterwerk das nicht zu Unrecht auf Platz 6 der IMDb Top 250 steht und zur Pflichtlektüre in jedem Geschichtskurs werden sollte.