Tifferts (Phantom-)Tor was keins war
Es gibt viele strittige Entscheidungen im Sport allgemein und im Fußball im speziellen, und Diskussionen um nicht gegebene Elfmeter oder vermeintliche Tore sind nicht wegzudenken. Ganz abgesehen von dem Fakt, ob man mit neuester Technik die eine oder andere Entscheidung vielleicht besser bewerten könnte, und zwar mit einem Videobeweis und nicht mit dem 11. Schiedsrichter, müssen der Schiedsrichter und seine Assistenten in Bruchteilen von Sekunden die
"richtige" Entscheidung treffen. Ob er dies ohne zusätzliche Hilfsmittel überhaupt machen kann wage ich zu bezweifeln, und in manchen Fällen ist es wohl wirklich einfach nur Auslegungssache.

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Aber nichtsdestotrotz beschert uns das immer wieder strittige Entscheidungen, eine der wohl berühmtesten ist das, meiner Meinung nach zu Unrecht gegebenen, Wembleytor von 1966, durch das England im WM-Finale mit 3:2 gegen Deutschland in Führung ging und am Ende mit 4:2 das Spiel und bis heute ihren einzigen WM-Titel gewannen. Über das Wembley wird selbst heute noch gestritten, wobei ich nicht verstehe wieso, da im Videobeweis, ersichtlich ist, das der Ball die Torlinie nicht zu 100% überschritten hat. Aber egal, das ist Schnee von gestern. Aber am 17 Januar 2010 gab es im Spiel MSV Duisburg gegen FSV Frankfurt wieder ein Phantomtor, wobei dieses nicht annähernd so diskussionswürdig ist wie das Wembleytor, einfach aus dem Grund, weil die Fehlentscheidung zu offensichtlich ist, Christian Tiffert zieht aus 18 Meter ab und trifft, für jeden ersichtlich die Latte, aber seht selbst:
Sehr cool fand ich das Kommentar, dieses Tor doch bitte zum Tor des Monats vorzuschlagen. Der benachteiligte Verein Verein Frankfurt machte aus der Not eine Tugend:
Die Hessen laden am Freitag vor dem Spiel gegen Greuther Fürth alle Fans zum "Phantom-Tor-Gedächtnisschießen" ein. Wer den Ball aus 18 Metern so an die Latte schießt, dass er vor der Torlinie aufspringt, bekommt für das Spiel freien Eintritt. (Quelle: sport1.de)
Dieses "Tor" erinnert stark an das Phantomtor von Thomas Helmer Anno 1994 bei dem er den Ball am Tor vorbeistocherte, es aber fälschlicherweise gegeben wurde, daraus resultierte ein Wiederholungsspiel was Nürnberg mi 5:0 statt 2:1 verlor und auf Grund der schlechteren Tordifferenz abstieg, so makaber kann Fußball sein:
Und der Vollständigkeit halber das Wembleytor:
wie viele Emotionen da mit dran hängen! wie viel die armen kleinen Schiedsrichter damit anrichten können…
aber nicht nur Emotionen, sondern mittlerweile auch viel Geld, also es kommt natürlich auf das Spiel an, also ob’s nun das entscheidende Tor im Spiel ist oder das 5:0.