Wahl-O-Mat und Alternativen zur Bundestagswahl 2009
Wie jedes Mal gibt es auch dieses Jahr wieder ein Hilfsmittel zur Entscheidungsfindungen, was man denn nun eigentlich wählen soll: den Wahlomat. In 38 Fragen wird man zu seinen politischen Ansichten anhand konkreter Probleme befragt, diese Antworten werden dann mit den Wahlprogrammen von 24 Parteien verglichen. Allerdings kann man nur jeweils 8 Parteien auswählen, man muss also schon eine gewisse Vorauswahl treffen, was vorallem zu Lasten der kleineren Parteien, wie z.B. der Piraten, von denen man unter Umständen noch nie etwas gehört hat, geht. Sodass man, wenn man wirklich den ultimativen Vergleich seiner Übereinstimmung mit allen Parteien haben will 3 mal Parteien auswählen müsste. Ok, einige Parteien würde man aus Prinzip nie wählen, aber eigentlich basiert das meist bloß auf Vorurteilen. Als Auswertung wird ein schnödes Balkendiagramm ohne irgendwelche Datenangaben gezeigt, das sieht dann ungefähr so aus:
Das Beispiel gibt nicht meine politischen Ansichten wieder und ist lediglich nach einer wahllosen Klickerei für diesen Blog entstanden.Allerdings gibt es noch eine detaillierte Auswertung jeder Frage mit seiner Antwort und der Antworten der Parteien, sogar mitunter mit Erklärung der Parteien warum sie so antworteten, was eine sehr gute Funktion ist. Auch gibt es weiterführende Links auf die Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung, von denen die ganze Aktion, erstmals anlässlich der Bundestagswahl 2002, stammt.
Der Wahlomat bietet sich natürlich für Leute an die sich informieren wollen, allerdings können sich auch Stammwähler überprüfen und ggf. bestätigen lassen. Kritiker werden anmerken, dass sowieso nie das umgesetzt wird, was im Wahlprogramm steht, aber deswegen kann man das ja trotzdem mal versuchen.
Wahlomat
Einen Alternative Wahlomaten gibt es hier.
Und ein ganz anderen Absatz wird von Cristoph Koch verfolgt:
In unseren hektischen Zeiten – wer hat da schon die Zeit, die Wahlprogramme aller Parteien durchzulesen, die im September bei der Bundestagswahl antreten? Wissen, was drinsteht, will man aber doch. Hier kann man sehen, wofür die Parteien stehen. Oder zumindest wo von sie überdurchschnittlich viel reden
Dazu entnahm er den Webseiten der Parteien die Wahlprogramme und ließ mit wordle.net diese analysieren, dabei werden die 150 häufigsten Wörter der Größe nach dargestellt und in einer Wolke dargestellt, was einen ser schönen Effekt ergibt und lustige Sätze bilden lässt, übrigens ein sehr zu empfehlendes Tool:
oder
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Ich freue mich, dass du auch mal “Werbung” fürs wählen machst. Weiter so.
Ja ne, schließlich isses mit dem wählen, wie mit dem Zähneputzen: macht mans nicht wirds braun!
Gute Wahlwerbung

kleine Schreibkorrektur: Christoph Koch verfolgt sicherlich einen Ansatz, keinen Absatz
Mehr politisches gibts übrigens auf meinem Blog (www.necromax.de) *werbung mach* der zur Zeit auch wieder ein bisschen mehr zum Leben erweckt wird
So long,
nEcrO